Deutsche Wirtschaft hilft Griechenland

GiNN-BerlinKontor.—An der “Rettung” Griechenlands wollen sich deutsche Banken, Versicherungen und große Industriefirmen mit über einer Milliarde Euro freiwillig beteiligen. DEUTSCHE BANK-Chef Josef ACKERMANN soll das Geld  “eintreiben”.  Der Notfallplan, den die Regierung in Athen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission aushandelt, soll spätestens am 1. Mai vorliegen.
Die Euro-Finanzminister werden sich an diesem Tag unter Führung von Luxemburgs Premierminister Jean-Claude JUNCKER zu einer Konferenz in Brüssel treffen.

Das so genannte Turbo-Hilfspaket  wird derzeit von Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank (EZB) und Griechenlands in Athen geschnürt.  Wie bisher durchsickerte, wollen die Euro-Staaten  in diesem Jahr bis zu € 30 Milliarden an Krediten geben, der IWF bis zu € 15 Milliarden. Die Unterstützungsaktion soll über drei Jahre andauern und insgesmt ein Volumen  von € 120 Milliarden und  mehr erreichen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund begrüßte das Signal aus der Privatwirtschaft. Die Anzeichen der Banken und Industriebetriebe seien vernünftig, sagte DGB-Chef Michael SOMMER im Deutschlandfunk. Sie würden damit auch im eigenen Interesse handeln, etwa um den Export zu stabilisieren oder eigene Anleihen zu retten. Die Krise in Athen lasse sich jedoch nur durch die Soforthilfe der Euro-Länder in den Griff bekommen. Der Bundesregierung sicherte Sommer die Unterstützung in dieser Frage zu.

Josef ACKEREMANN, Vorsitzender des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank, wurde in Washington D.C. mit dem „Distinguished Business Leadership Award“ des Atlantic Council  ausgezeichnt. Er erhielt die Auszeichnung für die „bemerkenswert starke Rolle, die die Deutsche Bank unter seiner Leitung im internationalen Bank- und Finanzwesen eingenommen hat sowie für seine führende Rolle bei der Erholung und Stabilisierung der Finanzmärkte“, heißt es in der Begründung des Atlantic Council.

Dessen Vorsitzender, der ehemalige US-Senator Chuck HAGEL, nannte Ackermann in seiner Laudatio  einen”Vordenker der Wirtschaft” und hob zudem sein Engagement für die weltweite wirtschaftliche Zusammenarbeit hervor.

„Wir stehen heute vor enormen Chancen und großen Risiken“, sagte Ackermann in seiner Dankesrede. Zu den Chancen gehöre der Aufbau eines sichereren und transparenteren Bankensystems. Zu den Risiken zählte er die Gefahr „genereller, starker Einschränkungen“ der Tätigkeit der Finanzinstitute, als Folge „spezifische Probleme“ und den Verlust der weltweiten Chancengleichheit in der Branche. Die westlichen Staaten liefen dadurch Gefahr ihre „globale Wettbewerbsfähigkeit zu untergraben“, so Ackermann.

Das Reformtempo bei der internationalen Finanzmarktregulierung muss nach Ansicht  des G8 Business-Summit trotz konjunktureller Erholung erhöht werden.“ Das sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschnhe Industrie (BDI) ,Hans-Peter KEITEL,  In Ottawa/Kanada. Rasche Erfolge bei der “Regulierung der Finanzmärkte” seien das oberste Ziel“, betonte Keitel.

Keitel unterstrich die Forderung nach klaren Exitstrategien aus der weltweit expansiven Fiskalpolitik. „Die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen ist essentiell, um Vertrauen in die Staatshaushalte und nachhaltiges Wachstum auf den globalen Märkten wieder herzustellen.“

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>