Deutsche Steuereinnahmen +7,5 %

GiNN-BerlinKontor.—Die Steuereinnahmen (ohne reine Gemeindesteuern) sind laut Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums in Berlin im Monat Juni 2012 im Vorjahresvergleich um 7,5 % gestiegen. Hierzu trugen die gemeinschaftlichen Steuern mit + 8,0 % und die Bundessteuern mit + 6,4 % bei. Die Ländersteuern unterschritten das Vorjahresniveau um 0,2 %. Aufgrund der Vorauszahlungstermine bei der veranlagten Einkommensteuer und bei der Körperschaftsteuer zählt der Juni zu den aufkommensstarken Monaten, so das BMF.

Der deutliche Zuwachs der Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat wurde allerdings vor allem von der Lohnsteuer und den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag verursacht. Ein unerwartet deutlicher Rückgang bei den Steuern vom Umsatz wirkte dämpfend auf das Aufkommen. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 erhöhte sich das Steueraufkommen insgesamt im Vorjahresvergleich um 4,4 %. Nach Bundesergänzungszuweisungen war der Aufkommenszuwachs des Bundes im Juni mit 8,9 % stärker als bei den Ländern (7,4 %). Im kumulierten Zeitraum Januar bis Juni ergibt sich weiterhin ebenfalls ein gutes Plus: Bund 2,8 %, Länder 4,5 %.

Die Kasseneinnahmen bei der Lohnsteuer lagen im Juni 2012 um 7,6 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Anstieg des Bruttoaufkommens der Lohnsteuer (vor Abzug des Kindergeldes) war im Berichtsmonat nach einer eher enttäuschenden Entwicklung im Vormonat (Mai: + 3,1 %) mit + 6,4 % der bisher höchste monatliche Zuwachs in diesem Jahr. Neben einer verzerrenden Wirkung der Vorjahresbasis kann auch von einer Aufkommenssteigerung aufgrund verschiedener Tarifabschlüsse und der fortgesetzten Beschäftigungsexpansion ausgegangen werden. Das Volumen der Kindergeldzahlungen stieg um 1,6 %. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 ist im kassenmäßigen Lohnsteueraufkommen ein Plus von 5,5 % zu verzeichnen.

Die Kasseneinnahmen der veranlagten Einkommensteuer erhöhten sich im Juni 2012 um 6,5 %. Das Aufkommen der veranlagten Einkommensteuer brutto stieg im Vorjahresmonatsvergleich sogar um 7,4 %. Der Zuwachs wird durch eine Erhöhung der Vorauszahlungen um mehr als 8 % angetrieben, während Erstattungen (ohne Arbeitnehmererstattungen) und Nachzahlungen per saldo nahezu unverändert blieben. Die Erstattungen an veranlagte Arbeitnehmer nach § 46 EStG nahmen um 13,1 % zu. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 erreichte das Kassenaufkommen bisher ein deutliches Plus von 14,5 %.

Bei den Kasseneinnahmen der Körperschaftsteuer waren im Juni 2012 lediglich Mehreinnahmen von 1,4 % zu verzeichnen. Trotz eines Anstiegs der Vorauszahlungen um circa 7 % verbesserten sich die Bruttoeinnahmen lediglich um 1,5 %, da die Erstattungen ebenfalls zunahmen. Vom Bruttoaufkommen wurden circa 60 Mio. € an ausgezahlten Investitionszulagen abgezogen. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 konnte das Kassenergebnis deutlich von 6,7 Mrd. € auf nunmehr 10,5 Mrd. € erhöht werden. (Quelle: BMF)

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