Deutsche reich wie nie zuvor

GiNN-BerlinKontor.—-Der Bestand an Geldvermögen privater Haushalte belief sich zum Ende des ersten Quartals auf  € 4824 Milliarden. Wie die BUNDESBANK mitteilt, ist dies so viel wie noch nie. Dank wirtschaftlichem Aufschwung und gestiegener Einkommen haben die Deutschen ihren Reichtum von Januar bis März um knapp € 50 Milliarden vermehrt.  Es übertraf damit “signifikant das Niveau des Vorquartals von € 33 Mrd. Die Verschuldung konnte geringfügig zurückgeführt werden. Im Berichtsquartal wurden Kredite in Höhe von rund €  4 Mrd  getilgt. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem die stark gestiegene Wirtschaftsleistung, die zu einer spürbaren Zunahme des verfügbaren Einkommens führte.

Weitererklärte die BUNDESBNAK: Zuwächse gab es im Wesentlichen bei den Bankeinlagen, den Wertpapieren sowie den Ansprüchen gegenüber Versicherungen. Die Bankeinlagen (einschließlich Bargeld) nahmen netto um knapp 8 Mrd € zu und wurden damit gegenüber dem Vorquartal vergleichsweise schwach dotiert. Signifikante Unterschiede gab es aber bei der Entwicklung der einzelnen Bankeinlageformen. Insbesondere die gestiegenen Zinsen für weniger liquide Einlagen könnten im 1. Quartal 2011 zu einer Umschichtung von täglich fälligen Einlagen zu höherverzinslichen Einlagen geführt haben. So haben sich die Sichteinlagen rückläufig entwickelt, während die Spareinlagen einen Nettozuwachs von über 7 Mrd € verzeichneten. Mit einem Anstieg von knapp 2 Mrd € haben sich die Sparbriefe ebenfalls positiv entwickelt. Bei den Termineinlagen kam es per saldo zu einem Abbau von rund 1 Mrd €. Dieses Ergebnis ist vor allem auf eine stark rückläufige Entwicklung bei den kurzfristigen Termineinlagen zurückzuführen. Langfristige Termineinlagen haben im Berichtsquartal weiter zugenommen.

Die Zuflüsse bei den festverzinslichen Wertpapieren (einschließlich Geldmarkpapiere) summierten sich im Berichtsquartal netto auf 2,7 Mrd €. Mitverantwortlich hierfür war die gestiegene Unsicherheit über die Kreditwürdigkeit der USA und einiger Euro-Länder. Insbesondere die längerfristigen Bundesanleihen wurden in diesem Zusammenhang als vergleichsweise sichere Anlagen angesehen und profitierten im 1. Quartal 2011 von starken Zuflüssen. Eine positive Entwicklung war auch bei Aktien zu verzeichnen, die in einem Volumen von 2 Mrd € gekauft wurden. Diese Entwicklung dürfte hauptsächlich auf die inländische Konjunkturerholung und das verbesserte Geschäftsklima im 1. Quartal 2011 zurückzuführen sein. Die Investmentfonds verzeichneten dagegen im Berichtsquartal einen Abfluss von knapp 3,5 Mrd €, nachdem der Abfluss bereits im Vorquartal rund 1 Mrd € betragen hat. Dabei haben sich im 1. Quartal 2011 insbesondere die Rentenfonds signifikant rückläufig entwickelt. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen hingegen haben erneut spürbar zugenommen. Sie stiegen netto um rund 23 Mrd €. Auch die Sonstigen Forderungen verzeichneten einen signifikanten Anstieg von knapp 15 Mrd €.

Zum zuvor beschriebenen transaktionsbedingten Anstieg des Geldvermögens kamen Kursverluste bei den bereits gehaltenen Wertpapieren im Umfang von 10 Mrd € hinzu. Im Ergebnis führte dies zum Ende des 1. Quartals 2011 zu einem Geldvermögensbestand der privaten Haushalte von 4 824 Mrd €.

Die Verschuldung der privaten Haushalte nahm gleichzeitig geringfügig ab; per saldo wurden Kredite (einschl. sonstiger Verbindlichkeiten) in Höhe von knapp 4 Mrd € getilgt. Zum Quartalsende summierten sich die Schulden bei Banken und Versicherungen auf insgesamt 1 534 Mrd €. In der Summe stieg das Nettogeldvermögen damit auf 3 291 Mrd €.

Nichtfinanzielle Unternehmen: Geldvermögen und Außenfinanzierung nehmen zu

Die Geldvermögensbildung der Produktionsunternehmen fiel mit 41 Mrd € deutlich stärker aus als im Vorquartal (knapp 25 Mrd €). Ursächlich für den starken Anstieg war vor allem die sich im Zuge der konjunkturellen Erholung und der gestiegenen Auslandsnachfrage verbesserte Ertrags- und Gewinnsituation. Neben vermehrten Aktienkäufen wurde im Berichtsquartal auch die Kreditvergabe der nichtfinanziellen Unternehmen signifikant ausgeweitet. Der Ankauf von Aktien belief sich im 1. Quartal 2011 auf knapp 6 Mrd € und ist damit wesentlich geringer ausgefallen als im Vorquartal (rund 19 Mrd €). Die Kredite, vor allem an andere inländische Unternehmen, hingegen sind mit 21 Mrd € stark angestiegen. Auch bei den Handelskrediten an das In- und Ausland kam es zu deutlichen Zuwächsen. Diese sind im Berichtsquartal um rund 18 Mrd € gestiegen. Zeitgleich führten die Unternehmen Übrige Forderungen im Umfang von rund 19 Mrd € zurück.

Die Außenfinanzierung hat im 1. Quartal 2011 um rund 15 Mrd € zugenommen, nachdem sie im 4. Quartal 2010 noch um ca. 3 Mrd € zurückgeführt worden war. Maßgeblich dafür war die Entwicklung bei den Krediten von Nichtbanken, darunter vor allem Kredite von anderen inländischen Unternehmen, die netto um insgesamt gut 14 Mrd € ausgeweitet wurden. Obwohl sich die Ausweitung dieser Finanzierungsform seit dem ersten Quartal 2010 abschwächt, ist das erreichte Niveau dennoch als vergleichsweise hoch einzustufen. Auch Handels- bzw. Lieferkredite trugen mit knapp 12 Mrd € deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt zur Finanzierung von Unternehmen bei. Kredite von inländischen Banken nahmen hingegen erneut verstärkt ab und wurden per saldo um rund 21 Mrd € zurückgeführt. Die Finanzierung über Schuldverschreibungen (einschl. Geldmarktpapiere) hat gegenüber dem Vorquartal zwar zugenommen, spielte im 1. Quartal 2011 als Finanzierungsform mit gut 8 Mrd € jedoch eine eher untergeordnete Rolle.” (Quelle: Bundesbank-Kommunikation)

Ein Gedanke zu “Deutsche reich wie nie zuvor

  1. Pingback: Visashop.de | Deutsche reich wie nie zuvor - GiNN/BerlinKontor.de (Pressemitteilung)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>