GiNN-BerlinKontor.—Der-Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Werner SCHNAPPAUF, hat mit Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten eine “konsequente Strategie” gefordert, um das Wachstumspotenzial der deutschen Wirtschaft nachhaltig zu steigern – “auch bei Gegenwind.“ Der Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % im 2. Quartal 2008 sei ein Alarmsignal für die Wirtschaftspolitik. Dennoch sei Deutschland von einer wirtschaftlichen Rezession ein gutes Stück entfernt sei.
„Selbst wenn das BIP im dritten Quartal erneut schrumpft, steckt Deutschland noch nicht in der Rezession. Die Kapazitäten der deutschen Volkswirtschaft sind immer noch überdurchschnittlich ausgelastet.“ In einer Rezession dagegen geht auch der Auslastungsgrad deutlich zurück, so Schnappauf. Konjunkturprogramme lehnt der BDI ab. „Deutschland braucht kein konjunkturelles Strohfeuer, das nach kurzem Auflodern nur einen Haufen Asche hinterlässt.“
Bildung, Forschung, Innovation und Infrastruktur – so Schnappauf – gehörten ins Zentrum der Strategie für Wachstum und Beschäftigung. Zudem müsse der arbeitenden Mittelschicht durch niedrigere Steuern und Abgaben mehr Netto vom Brutto bleiben.
Laut BDI ist für das laufende Jahr nach wie vor eine BIP-Zunahme von etwa 2 % erreichbar. Angesichts des sich verschlechternden weltwirtschaftlichen Umfeldes sei dies zwar zunehmend ehrgeiziger, aber immer noch möglich. Schnappauf: „Deshalb wenden sich die Unternehmer dagegen, die Stimmung schlecht zu reden. Deutschland kann mehr. Die Politik muss statt Verteilungsfragen die Wachstumsthemen forcieren – für neuen Wohlstand, neue Arbeitsplätze, neue Lebensqualität.“
“Von Rezession zu reden, das ist nicht nur verfrüht, sondern völlig fehl am Platz”, sagte auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin WANSLEBEN. Die Bundesregierung könne die Konjunktur mit Steuersenkungen stützen.
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