Deutsche Finanzwirtschaft gibt Athen € 2 Mrd

GiNN-BerlinKontor.—Die deutsche Finanzindustrie wird freiwillg Anleihen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau-Gruppe  (KfW) zur Finanzierung der Griechenland-Hilfe zeichnen. Die Geldinstitute bestätigten in Berlin, dass sie nicht nur bestehende Kreditlinien und Anleihen gegenüber Griechenland aufrechterhalten, sondern auch neue Kredite zeichnen.  Das „Gentlemen’s Agreement”  soll ein Volumen von bis zu € 2 Milliarden haben. Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE  sagte, die Bereitschafft der deutschen Privatbanken zeige,  dass die Bankenwelt von dem Rettungs- und Sanierungspaket für Griechenland überzeugt sei. Das Engagement der Privatwirtschaft könne dazu führen – so Schäuble – dass die Obergrenze des Hilfsprogramms von IWF und Euro-Ländern von € 110 Milliarden   “von Griechenland nicht ganz ausgeschöpft werden muss”.

Deutsche-Bank-Chef Josef ACKERMANN sagte, die Hilfen der Euro-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) seien ohne Alternative: Es ist außerordentlich wichtig,  “dass wir dieses Haus, das begonnen hat zu brennen, jetzt wirklich löschen.“ Dies sei ein  “enorm wichtiges Signal für die Euro-Zone und die Weltwirtschaft”  gewesen, so Ackermann. Auch international wollten Banken freiwillig Griechenland helfen.

Die  Hypo Real Estate (HRE) – inzwischen verstaatlicht und mit € 100 Mrd aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin “gerettet” -   trägt wohl das größte Risiko, denn die Bank hält griechische Staatsanleihen über fast € 8 Milliarden. Die Commerzbank-Tochter  “EuroHypo” zeichnete griechische Anleihen von über € 3,2 Milliarden. Die Commerz erhielt € 18, 2 Mrd aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung.

Griechische Staatsanleihen setzen deutsche Banken auch als Deckungsmasse für Pfandbriefe ein. Neben Hypothekenkrediten können diese Wertpapiere auch mit Forderungen gegenüber der öffentlichen Hand besichert werden. Das Pfandbriefgesetz legt die zulässigen Länder fest, zu denen Griechenland als Mitgliedstaat der Europäischen Union gehört.

Der Markt zeigte sich wenig beeinbdruckt. Der DAX sauste am 04.05. in den Keller und stoppte knapp unter der 6000-Marke. Die Euro-DollarKurs sackte auf 1,30.Der Fall des Euro auf ein neues Jahrestief zum US-Dollar wurde von den Sorgen der Investoren ausgelöst, ob Griechenland tatsächlich die strikten ihm auferlegten Sparpakete wird durchsetzen können. Der Markt hat laut finanzen.net nach wie vor eine  “erhebliche Skepsis, ob der Bail-Out Griechenlands gelingen wird”. Anhaltende Gerüchte über die Herabstufung weiterer Länder durch die Ratingsagenturen halten das Ansteckungsrisiko aus der Schuldenkrise weiter hoch und drücken den €-$-Kurs.

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