Deutsche Bank: Übernahmeangebot für Postbank

GiNN-BerlinKontor.—-Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG haben am 12. Sepotember  beschlossen, den Aktionären der Postbank AG im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots anzubieten, ihre auf den Namen lautenden Stückaktien zu erwerben. Wie die Deutsche Bank mitteilt, beabsichtigt sie den Postbank-Aktionären eine Geldleistung in Höhe des gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses dieser Aktie während der letzten drei Monate anzubieten. Dieser Preis dürfte in der Größenordnung von € 24 bis € 25  je Aktie liegen. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)  zu ermittelnde Mindestpreis soll in etwa einer Woche feststehen.  Die Deutsche Bank hält derzeit bereits 29,95 % der Aktien der Deutschen Postbank AG.

Gleichzeitig haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der Deutschen Bank AG einen Grundsatzbeschluss über eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital gegen Bareinlagen gefasst. Erwartet wird ein Bruttoemissionserlös von mindestens €  9,8 Milliarden. Die Kapitalerhöhung soll zunächst der Finanzierung einer geplanten Konsolidierung der Postbank diesen und soll darüber hinaus auch  “die Kapitalbasis mit Blick auf regulatorische Änderungen und künftiges Wachstum stärken”.

Die geplante Kapitalerhöhung wird von der Deutschen Bank als Global Coordinator und Bookrunner geführt. Ein Bankenkonsortium, bestehend aus UBS Investment Bank, Banco Santander, BofA Merrill Lynch, COMMERZBANK, HSBC Trinkaus, ING, Morgan Stanley und Société Générale Corporate & Investment Banking als Joint Bookrunners sowie weiteren Kreditinstituten, hat die neuen Aktien zum vorläufigen Bezugspreis von € 31,80 zu marktüblichen Bedingungen fest übernommen. Dies garantiert einen Bruttoemissionserlös von mindestens € 9,8 Mrd. Der endgültige Bezugspreis wird in Abhängigkeit von der weiteren Marktentwicklung voraussichtlich am 20. September 2010 festgelegt und veröffentlicht werden.

Josef ACKERMANN,  Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, erklärte dazu:  „Mit dieser Kapitalerhöhung wollen wir uns das notwendige Eigenkapital für eine geplante Konsolidierung der Postbank sichern. Damit können wir unsere starke Position auf dem Heimatmarkt weiter ausbauen, eine führende Position im europäischen Privatkundengeschäft einnehmen und den Ertragsmix der Deutschen Bank deutlich verbessern. Außerdem stärken wir mit der Kapitalerhöhung das Eigenkapital der Bank mit Blick auf regulatorische Änderungen und künftiges Wachstum. Für das Übernahmeangebot an die Aktionäre der Postbank nutzen wir das derzeit bestehende günstige Zeitfenster, um die Gesamtkosten der Akquisition zu minimieren.“

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