Deutliche Industrie-Auftragszunahme

GiNN-BerlinKontor.—In der Industrie haben Auftragseingänge im Juni  2010 preis- und saisonbereinigt um 3,2 % zugenommen.  Das Bundeswirtschaftsministerium spricht von einem “deutlich überdurchschnittlicher Umfang an Großaufträgen” – hauptsächlich aus dem Ausland im Bereich des Fahrzeugbaus. “Dies stärkt die Bestelltätigkeit von Investitionsgütern (+6,4 %), während die Auftragseingänge bei den Vorleistungsgüterproduzenten um 0,8 % zurückgingen.”

Die Hersteller von Konsumgütern verbuchten ein Auftragsplus von 0,9 %. Die Inlandsnachfrage nach industriellen Erzeugnissen erhöhte sich zuletzt leicht um 0,3 %. Die Auslandsbestellungen legten gestützt durch Großaufträge kräftig um 5,7 % zu.

Weiter teilte das BMWi mit: “Im Zweimonatsvergleich (Mai/Juni gegenüber März/April) ist das Auftragsvolumen in der Industrie mit saisonbereinigt +3,2 % weiter deutlich aufwärts gerichtet. Der Stand des ersten Quartals wurde im zweiten Vierteljahr sogar um 7,7 % überschritten. Die Bestelldynamik des Inlands ist tendenziell etwas schwächer geworden. Im Zweimonatsvergleich legten die Inlandsbestellungen um 1,2 % zu, während sich die Auslandsaufträge weiter deutlich um 5,0 % erhöhten. In den industriellen Hauptgruppen hatten die Vorleistungsgüterproduzenten 0,3 % weniger Bestellungen zu verzeichnen. Die Produzenten von Investitionsgütern verbuchten ein Auftragsplus von 5,7 %. Die Nachfrage nach Konsumgütern stieg ebenfalls deutlich um 3,6 %.

Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im Mai/Juni kalenderbereinigt um 24,9 %. Die Inlandsnachfrage stieg dabei um 20,4 %, die Auslandsbestellungen lagen 28,6 % über dem Vorjahresniveau.

Die Bestelltätigkeit in der Industrie zeigt sich weiterhin sehr lebhaft. Bei anhaltend kräftigen Impulsen aus dem Ausland deutet sich aber eine etwas schwächere Dynamik der Bestelltätigkeit aus dem Inland an. Insgesamt hat sich die Auftragslage der Unternehmen im zweiten Quartal deutlich verbessert. Damit zeichnet sich eine Fortsetzung des Erholungsprozesses in der Industrie ab. Dies wird auch durch die aktuelle Entwicklung der Stimmungsindikatoren unterlegt.”

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