Der Euro als Ankerwährung

GiNN-BerlinKontor.-–Die Deutsche Bundesbank teilt mit:  ”Das Weltwährungssystem ist durch eine Vielzahl von Wechselkursarrangements gekennzeichnet. Sie reichen von flexiblen Wechselkursen über mehr oder weniger feste Wechselkursbindungen bis hin zur Verwendung einer gemeinsamen Währung, beispielsweise in einer Währungsunion. Dabei entspricht das offizielle Wechselkursregime nicht immer dem tatsächlich praktizierten. Im Weltwährungssystem haben sich zwei wichtige Währungsblöcke herausgebildet. Neben dem US-Dollar ist es vor allem der EURO, der in vielen Ländern als gesetzliches Zahlungsmittel oder Ankerwährung verwendet wird. Beiden Währungsblöcken gehören eine ähnliche Anzahl von Staaten und abhängigen Gebieten an (ungefähr 60); der EURO-Block ist aber gemessen am Bruttoinlandsprodukt etwas kleiner. Allerdings erwies sich der EURO-Block im Hinblick auf seine Zusammensetzung als ausgesprochen stabil.

Der Aufsatz gibt eine Übersicht über die gebräuchlichen Wechselkurssysteme und diskutiert einige der mit der Wahl eines konkreten Regimes verbundenen Konsequenzen. Er untersucht ferner, welche ökonomischen Bestimmungsfaktoren für die Zugehörigkeit zum EURO-Block (und zum US-Dollar-Block) maßgeblich sind. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage gestellt, ob die Wirtschaftsstruktur eines Landes die Aufgabe eines bestehenden währungspolitischen Regimes nahelegt. Es zeigt sich, dass dies für kein europäisches Land aus dem EUR0-Block der Fall ist.

Die grundsätzliche strukturelle Eignung für eine Verwendung des EURO beziehungsweise eine Bindung an den EURO kann allerdings allein eine reibungslose Aufrechterhaltung des Wechselkursregimes nicht sicherstellen. Diese erfordert vielmehr die strikte Anpassung der nationalen Wirtschaftspolitiken an die Bedingungen eines Fixkurssystems beziehungsweise der Währungsunion.  (Quelle: bundesbank.de)

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