Der deutsche 9. November

GiNN-BerlinKontor.—Zum diesjährigen 9. November erklärte in Berlin der CDU-Generalsekretär  Hermann GRÖHE: “Der 9. November ist ein Schicksalstag für uns Deutsche. Wie kaum ein anderer Tag vereint er Leid, Freude und Aufbruch des deutschen Volkes: Mit großer Dankbarkeit erinnern wir uns an den Fall der Mauer vor 21 Jahren, mit tiefer Trauer und Scham gedenken wir der ‘Reichspogromnacht’ vor 62 Jahren. Beide Ereignisse haben unser Bewusstsein als Nation entscheidend geprägt.”

“Wir gedenken der Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa, bei der die Reichspogromnacht am 9. November 1938 ein entscheidendes Datum war: Die Nationalsozialisten zerstörten in dieser Nacht systematisch jüdische Einrichtungen, schändeten Synagogen und Friedhöfe und ermordeten Hunderte jüdische Mitbürger.

Der 9. November 1989 steht für den Mut Einzelner, den Freiheitswillen der Menschen in der damaligen DDR und den Beginn des Zusammenwachsens von ganz Europa. Gerade in diesem Jahr, in dem wir den 20. Jahrestag unserer Einheit in Frieden und Freiheit feiern durften, haben wir allen Anlass, mit Freude und Dankbarkeit auf dieses historische Ereignis zurückzublicken. Wir vergessen aber auch nicht die Opfer, die in der Hoffnung auf Freiheit im Todesstreifen zwischen Ost und West gestorben sind oder in den Gefängnissen des Stasi-Regimes großes Leid ertragen mussten.

Die Erinnerung an diese beiden prägenden Ereignisse mahnt uns, jeden Tag aufs Neue für Freiheit, Menschenwürde, Rechtstaatlichkeit und Demokratie einzustehen. Der 9. November verpflichtet uns, alles zu tun, damit Radikale und Extremisten nie wieder Einfluss auf die Politik unseres Landes nehmen können. Diese Lehre aus dem Schicksalstag der Deutschen muss das gemeinsame Ziel aller demokratischen Kräfte sein.”

Rückblick in die deutsche Geschichte:

9.11. 1918:  Der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann ruft vom Berliner Reichstagsgebäude aus die „Deutsche Republik“ aus. Zwei Stunden später verkündet auch der damalige Spartakist Karl Liebknecht vom Berliner Stadtschloss aus die deutsche Räterepublik. Zuvor hatte Reichskanzler Maximilian von Baden  “eigenmächtig” die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. mitgeteilt und den Sozialdemokraten Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften betraut.

9.11.1923:   Der so genannte Hitler-Ludendorff-Putsch wird von der Bayerischen Landespolizei vor der Feldherrnhalle in München blutig niedergeschlagen, nachdem der Bayerische Ministerpräsident Gustav Ritter von Kahr sich vom Putsch distanziert und die  “Auflösung der NSDAP” angeordnet hatte.

0.11.1938: In Deutschland brennen die Synagogen. Die Pogrome, die von den National-Sozialisten angeordnet wurden, waren jedoch keineswegs der Beginn der gezielten Judenverfolgung in Hitler-Deutschland.  Bereits im April 1933 – also kurz nach Hitlers Machtergreifung – erfolgte der  “Aufruf zum Judenboykott”. Zwei Jahre später wurden die  “NS-Nürnberger Rassengesetze” deklariert. Nach den Judenpogromen, die um den 9.11.1938 öffentlich  eskalierten, erfolgten weitere, “koordinierte Aktionen” der Reichsregierung mit dem Ziel, Deutschland “judenfrei” zu machen.

9.11.1949: Die Außenminister der USA, Großbritanniens und Frankreichs beschließen die Aufnahme von Verhandlungen mit der Bundesrepublik Deutschland.

9.11. 1989: Fall der Berliner Mauer: Deutschland erlebt eine friedliche Revolution, die zur deutschen Wiedervereinigung führt.

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