Denver: Obama kam, sah und siegte

GiNN-BerlinKontor.—Nun ist es offiziell. Zum ersten Mal in der US-amerikanischen Geschichte wird sich ein Afro-Amerikaner um das höchste Staatsamt bewerben: Senator Barack Hussein OBAMA nahm die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten seiner deomkratischen Partei vor über 80 000 Anhängern in Denver/Colorado an: “Mit tiefer Dankbarkeit und großer Demut akzeptiere ich die Nominierung für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika”. Obama griff den Mitbewerber um das Weiße Haus, Senator John McCain, scharf an. Der Republikaner wolle die “verfehlte und gescheiterte Politik des George W. Bush” fortsetzen. “Amerika – Du bist besser als die Politik der vergangenen 8 Jahre”, rief er in die Menge und die Menge skandierte “Achte Jahre Bush sind genug”.

Obama äußerte sich erstmals etwas konkreter zur Außen- und Sicherheitspolitik. Er werde als Präsident “diesen Krieg im Irak verantwortungsvoll beenden, ebenso wie den Kampf gegen Al-Qaida und die Taliban in Afghanistan.” Als Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte werde er auch “nie zögern, diese Nation zu verteidigen”.

Im Gegensatz zu den Republikaners werde er für die Arbeiter- und Mittelklasse Amerikas Steuersenkungen durchsetzen. Nicht die großen Konzerne müßten entlastet werrden, sondern die 95 % hart arbeitendender Amerikaner, so Obama. Er erinnerte zudem daran, dass die Zahl der Amerikaner ohne Krankenversicherung “in den Jahren des Aufschwungs um rund sieben Millionen auf 47 Millionen gestiegen ist”. Ein von ihm geführtes Amerika werde endlich den Menschen ohne Arbeit und in wirtschaftlicher Not, den alleingelassenen Veteranen des Kriegs oder den Familien und Kindern ohne Krankenversicherung beistehen.

“Die Stärke unserer Wirtschaft messen wir nicht an der Zahl der Milliardäre, die wir haben”, sagte Obama. Die Wirtschaft müsse “die Würde der Arbeit respektieren” . Dazu gehöre auch, dass eine Kellnerin ohne Angst um ihren Arbeitsplatz einen Tag frei nehmen können müsse, um nach ihrem kranken Kind sehen zu können.

Obama versprach, die “Abhängigkeit vom Öl aus dem arabischen Raum” in den nächsten zehn Jahren zu beenden – “auch im Interesse der Zukunft unseres Planeten” . Als Alternativen nannte er erneuerbare Energien, für die er in den nächsten 10 Jahren ´über US-$ 150 Millionen einsetzen will. Überdies werde er “Erdgas, eine saubere Kohlentechnik und die Atomkraft mehr nutzen”.

Am 01.September beginnt in St.Paul /Minneapolis die Republican National Convention. Bis zum 04.09. wollen die Parteifreunde des Arizona-Senators John McCAIN ihren Kandidaten für die US-Präsidentschaft nominieren. Am 4. November fínden die Wahlen in USA statt.

In Washington D.C. wird erwartet, dass John McCain eine Frau zu seinem “running mate” macht. Im Gespräch ist Sarah Heath PALIN (44). Sie ist seit 2006 die Gouverneurin des US-Bundesstaats Alaska. Sie könnte also erste US-amerikanische Vizepräsidentin werden.

Sarah Heath Palin wurde am 11. Februar 1964 in Sandpoint/Idaho geboren. Im selben Jahr zog die Familie nach Skagway/Alaska, wo ihre Eltern an einer Schule unterrichten. Palin studierte Kommunikation und Journalismus an der University of Idaho.

Palin schlug 1996 eine politische Laufbahn ein und wurde Bürgermeisterin der Kleinstadt Wasilla im US-Bundesstaat Alaska. Von 2003 bis 2004 saß sie im Aufsichtsrat des Kommissariats für die Öl- und Gasvorkommen in Alaska.

Am 4. Dezember 2006 wurde Palin Gouverneurin.Unter ihrer Führung investierte Alaska US-$ 5 Milliarden, um das Bildungswesen auszubauen.Sie schuf auch das Alaska Petroleum Systems Integrity Office zu Überwachung der Versorgung an Öl- und Gasequipments, Anlagen sowie Infrastruktur. Außerdem schuf sie ein Climate Change Subcabinet zu Vorbereitung eines Wechsels der Klimastrategie von Alaska.

Während ihrer Amtszeit wurden wesentliche Gesetze verabschiedet, die einen wettbewerbsfähigen Baufortschritt einer Gaspipeline zu Folge hatten, sowie die Überarbeitung von staatlichen Ethikgesetzen.

Die Ölvorkommen Alaskas machen rund 85% der staatlichen Einnahmen aus. Einmalig in den USA ist dabei der Alaska Permanent Fund, der die Einnahmen des Ölgeschäfts verwaltet und den jährlichen Gewinn zu gleichgroßen Teilen unter die Bewohner Alaskas verteilt. So erhielt jeder Bewohner Alaskas 2006 zusätzliche Einkünfte aus dem Fonds in Höhe von rund US-$ 1.100.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>