“DDR-Unrechtsregime nicht verharmlosen”

GiNN-BerlinKontor.—CDU-Generalsekretär Hermann GRÖHE hat anlässlich des Jahrestags des Baus der Berliner Mauer an die historischen Folgen des Ereignisses erinnert. Der 13. August 1961 sei “einer der düstersten Tage der deutschen Nachkriegsgeschichte” gewesen. “Umso größer ist heute unsere Freude und Dankbarkeit für die Wiedervereinigung vor 20 Jahren”, so Gröhe “Wir wenden uns strikt gegen alle Versuche, das DDR-Unrechtsregime zu verharmlosen.”

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus WOWEREIT (SPD) rief dazu auf,  das Gedenken an den Bau der Berliner Mauer und die Teilung der Stadt wachzuhalten. Die Erinnerung daran schärfe den Sinn für den Wert von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat, erklärte Wowereit zum Jahrestag des Mauerbaus vor 49 Jahren.
Der 13. August 1961 war einer der düstersten Tage der deutschen Nachkriegsgeschichte, erinnerte CDU-Generalsekretär.  “Mauer und Stacheldraht zementierten die Teilung Deutschlands und machten den Hoffnungen auf eine baldige gemeinsame Zukunft der Deutschen in Ost und West abrupt ein Ende. Für viele schien die Teilung Deutschlands damals endgültig besiegelt zu sein. Umso größer ist heute unsere Freude und Dankbarkeit für die Wiedervereinigung vor 20 Jahren. Bei aller Freude dürfen wir das große Unrecht jedoch nicht vergessen, welches das SED-Regime seinen Bürgern angetan hat.

Durch die Mauer wurden Familien und Freunde auf brutale Weise auseinandergerissen. Machterhalt und -ausbau waren der DDR-Führung wichtiger als Humanität und Selbstbestimmung der Menschen. Die eingesperrten Bürger wurden im alltäglichen Leben, vom Kindergarten bis ins Berufsleben hinein, mit der sozialistischen Ideologie gegängelt. Wer die erzwungene Trennung sowie die Zwänge und Repressalien im Osten nicht akzeptieren konnte und die Flucht wagte, hatte mit schwersten Folgen zu rechnen: langjährige Haftstrafen unter harten Bedingungen, Zwangsadoptionen oder Tod an Mauer und Stacheldraht.

Unerträglich wiegt angesichts des Unrechts der Zynismus jener, die auch heute noch meinen, ‘Grenzverletzer’ hätten sich die Folgen selbst zuzuschreiben. Widernatürlich ist niemals der Wille zu Freiheit und Demokratie, sondern das Vorenthalten dieser Grundrechte. Diesem Grundsatz fühlt sich die CDU Deutschlands zutiefst verpflichtet. Wir wenden uns strikt gegen alle Versuche, das DDR-Unrechtsregime zu verharmlosen, um neuen sozialistischen Experimenten in Deutschland den Boden zu bereiten.”

Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war bis 1989 ein diktatorisch regierter, realsozialistischer Staat mitten in Deutschland. Er bestand von 1949 bis 1990. Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgte vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Betreiben der Sowjetunion, nachdem zuvor mit Unterstützung der drei West-Alliierten auf dem Gebiet ihrer Besatzungszonen (Trizone) die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden war.

Der „Aufbau des Sozialismus“ nach den Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) als „marxistisch-leninistischer Partei der Arbeiterklasse“ wurde zunehmend autoritär und zentralistisch durchgeführt. Erst die friedliche Revolution 1989/90 markierte das politische und wirtschaftliche Scheitern der DDR. Die 1990 erstmals frei gewählte Volkskammer beschloss die Wiederherstellung von ostdeutschen Ländern und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland als einen Akt der Selbstbestimmung. Die 41jährige Existenz des SED-Regimes wurde damit zum 3. Oktober 1990 mit der deutschen Wiedervereinigung beendet.

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