CSU: 2011 wird “Jahr der Frauen”

GiNN-BerlinKontor.-–Um die Repräsentanz von Frauen in der Partei zu stärken, hat sich der CSU-Vorstand  am 04.10. auf eine  “Zielvorgabe von einem Anteil von 40 % Frauen auf allen Ebenen” ausgesprochen.  Für den Parteivorstand und die Bezirksvorstände soll dieser Anteil ab 2011 verbindlich sein.  Für alle anderen Gliederungen gilt diese Zielvorgabe als  “Sollvorschrift”, heisst es in einer Erklärung der CSU in München. Die Schwesterpartei der CDU kündigte zudem eine Parteireform an.  Den Mitgliedern der CSU soll “mehr Gestaltungsmöglichkeiten” eingeräumt werden. Bei Personal- und Sachentscheidungen will die CSU künftig Mitgliederbefragungen durchführen.  “Durch ein moderneres Antragswesen soll zudem die Kommunikation zwischen Basis und Parteivorstand gestärkt werden. Durch die Einrichtung von offenen Bürgerforen und einer Internetmitgliedschaft soll die Partei noch stärker nach außen geöffnet und mehr Menschen zum Mitmachen gewonnen werden”, so der CSU-Vorstandbeschluss, über den nun ein Parteitag entscheiden muss.

Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst SEEHOFER  erklärte,  das Jahr 2011 solle zum “Jahr der Frauen” in der CSU werden.  Auf dem nächsten CSU-Kongress soll jedoch auch der Vorschlag des CSU-Bezirksverbands Oberbayern eingebracht werden. Der schlägt vor, dass eine  Frauen-Quote nur für Wahlen der engeren Spitze eingeführt werden soll.

Die SPD höhnte: “Bei der Quote hinkt die CSU der SPD, den Grünen und CDU hinterher, die alle schon Regeln zur Frauenförderung haben. Die SPD setzte bereits 1988 eine 40-%-Geschlechterquote für Ämter und Mandate um. Ein Prinzip, das auch in der Wirtschaft gelten soll.”

DIE GRÜNEN hatten als erste  deutsche Partei eine Frauenquote eingeführt. Bereits 1979 wurde eine 50-%-Quote als Sollregelung beschlossen. Seit 1986 gibt es bei den Grünen das Frauenstatut, das festlegt, dass mindestens die Hälfte aller Parteiämter und auf allen Wahllisten die ungeraden Plätze von Frauen besetzt werden müssen. Platz eins gehört  immer einer Frau . 37 % aller Mitglieder der Grünen sind Frauen.

Zur Forderung nach einer Frauenquote in der Wirtschaft  hatte die CSU-Führung vor einem Jahr erklärt, sie lehne eine  “staatlich verordnete Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände” ab. Die deutschen Unternehmen müssten jedoch noch  “wesentlich mehr”  für die Gleichstellung von Frauen und Männern tun.  Es müssten mehr Frauen in hohe und höchste Führungspositionen gelangen.  Die CSU kritisierte damals schon, dass bei 30 DAX-Unternehmen nur in einem einzigen Vorstand eine Frau sässe.  “Gemischte Führungsteams mit Frauen und Männern arbeiten deutlich effektiver als reine Männerrunden”, so die CSU

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