China: Zuversicht in Europas Wirtschaft und EURO

GiNN-BerlinKontor.—Chinas Premierminister WEN Jiabao hat anläßlich des Besuchs der deutschen Kanzlerin Angela MERKEL (CDU) in der Volksrepublik zu der “kritischen Lage der Weltwirtschaft und zur Überwindung der Schuldenkrise in Europa” Stellung genommen und  erklärt, die Schuldenkrise in Europa sei auch für für China “von strategischer Bedeutung”. Sie tangiere auch die Gesamtlage. Wen:”Die Globalisierung vertieft sich derzeit, und die Europäische Union (EU) ist die größte Volkswirtschaft der Welt und größter Handelspartner Chinas. Ob Europa finanziell stabil bleibt, wirtschaftlich wachsen kann und Integration vorantreiben kann, betrifft nicht nur die Zukunft und das Schicksal Europas, sondern ist auch von ganz erheblicher Bedeutung für China und den Rest der Welt.

Chinas Regierungschef betointe. sein Land sei dafür, die Stabilität des EURO zu schützen. “Wir haben Zuversicht in Europas Wirtschaft und auch in den EURO. Wir sind auch fest davon überzeugt, dass Europa weiterhin eine ganz wichtige Region auf der Welt bleibt.”

Grundlage und Schlüssel für die Bewältigung der Schuldenkrise  seien jedoch “eigene Anstrengungen Europas”, so Wen. China unterstütze die europäischen Anstrengungen bei der Überwindung dieser Schuldenkrise,  die internationale Gemeinschaft sei aber “zur geeinten Begegnung dieser Problematik selbst verpflichtet”.  Der chinesische Ministerpräsident lobte ausdrücklich den Internationalen Währungsfonds (IWF), der -wie auch andere wichtige Finanzinstitute der Welt – bei der Krisenbewältigung eine wichtige Rolle spielten. “Wir sind gerne bereit, uns stärker mit allen betroffenen Seiten abzustimmen und wirksame Gegenmaßnahmen auszuarbeiten. China denkt darüber hinaus auch darüber nach, über die EFSF, den ESM oder andere Kanäle an der Bewältigung der Schuldenkrise im EURO-Raum mitzuwirken.

Wen mahnte: “Die Überwindung der Schuldenkrise hängt letztendlich davon ab, dass die Wirtschaft dynamisch und nachhaltig wächst. Für China und Europa als sehr wichtige Wirtschaften und Handelspartner der Welt gilt es, Protektionismus jedweder Art zu bekämpfen, gegenseitige Investitionen zu erweitern und die Zusammenarbeit im Bereich Hochtechnologie und neue Industrie zu vertiefen. Wir hoffen sehr auf eine noch aktivere Rolle Deutschlands dabei.”

Angesichts der komplexen internationalen und regionalen Lage seien die deutsch-chinesischen Beziehungen von großer, strategischer Bedeutung, sagte Wen.  Das Vertrauen zu vertiefen und stärker zusammenzuarbeiten, liege daher im ureigenen Interesse beider Völker. Das käme auch dem Frieden und der Entwicklung auf der ganzen Welt zugute. Er sei überzeugt, dass sich die Beziehungen zwischen Deutschland und China durch den Besuch der Bundeskanzlerin “noch enger und noch fruchtbarer gestalten werden”, betonte der chinesische Ministerpräsident. Eine solche Kommunikation sei  “für ein Mehr an Verstehen und Vertrauen zwischen China und Deutschland beziehungsweise Europa sowie für die gemeinsame Bewältigung der Herausforderungen von positiver Bedeutung”.  

Bundeskanzler Angela MERKEL (CDU) sagte dazu, China habe zu Europa  “sehr klare Vorstellungen” .  Die chinesische Führung sehe, dass viele Länder in Europa sehr stark verschuldet sind und dass eine solche Verschuldung auf die lange Frist “eine große Bürde” sei. Im Sinne guter Entwicklungen in Europa erwarte auch China , dass “Reformen durchgeführt werden, dass Veränderungen stattfinden und dass Europa auch mit einer Stimme auftritt”.

Merkel: “Mit Blick auf die europäisch-chinesischen Konsultationen, die noch im Februar stattfinden werden, finde ich das nur allzu verständlich. Deshalb haben alle Schritte, die wir in letzter Zeit gegangen sind, hier in China eine Unterstützung gefunden vom Fiskalpakt bis zu einer engeren Zusammenarbeit für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.” (Quelle: bundesregierung.de/cvd).

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