China will Finanzdialog

GiNN-BerlinKontor.-– China und Deutschland wollen „so bald wie möglich einen Finanzdialog auf hoher Ebene  starten“. Die chinesische Seite benannte bereits die Bank of China und die Clearing Bankin Frankfurt. Es wurde eine Investitionsquote in der Größenordnung von 80 Milliarden Renminbi Yuan (derzeit rd € 9,5 Mrd.) eingeräumt, um den Aufbau Frankfurts als Renminbi Offshore Finanzzentrum zu unterstützen.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek AL-WAZIR hatte zuvor zur Benennung der Bank of China als Renminbi Clearing Bank durch die chinesische Zentralbank erklärt, dies sei ein entscheidender Schritt Frankfurts auf dem Weg zum Renminbi Zentrum der EURO-Zone. „Ich freue mich, dass mit der Bank of China eine der größten und wichtigsten Banken Chinas das Clearing in Frankfurt übernimmt. Das ist ein starkes Signal der chinesischen Notenbank für den Finanzplatz Frankfurt”, so Al-Wazir.

Frankfurt sei damit der erste und bislang einzige Finanzplatz innerhalb der EURO-Zone, an dem das Clearing der chinesischen Währung Renminbi möglich sei. Handels- und Finanzgeschäften könnten künftig in einer Zeitzone und in einer Sprache abgewickelt werden. Das bedeute auch Kosteneinsparungen. „Wir zielen dabei nicht nur auf deutsche und chinesische Unternehmen ab, sondern wir wollen ausdrücklich den gesamten EURO-Raum ansprechen“, so der Minister. (Quelle:frankfurt-main-finance.de)

Ministerpräsident LI Keqiang sagte nach einem Gespräch mit der deutschen Regierungschefin Angela MERKEL vor der Presse in Peking: „China und Deutschland sind beides Nationen mit einem gewichtigen Einfluss in der Welt. Hinzukommt, dass wir, was die Wahrung des Weltfriedens anbelangt und was die Förderung der Erholung der Weltwirtschaft und die Realisierung von gemeinsamen Entwicklungsprojekten betrifft, eben Partner sind. Das gilt insbesondere für die Befürwortung der Liberalisierung des Handels sowie von Investitionserleichterungen. Da sehe ich wirklich einen breiten Konsens zwischen unseren beiden Seiten.“

Li sagte weiter: „Wenn China und Deutschland stärker zusammenarbeiten, ist das nicht nur für die Menschen in beiden Staaten von Nutzen, sondern es ist darüber hinaus auch aus von internationaler Bedeutung. Es ist auch eine gute Sache für die Weiterentwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen.“ Es wurden sechs Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Später sollen weitere folgen.

Chinas Premierminister LI wird im Oktober  Deutschland besuchen und an den chinesisch-deutschen Regierungskonsultationen teilnehmen.

Li betonte auf der PK, er habe mit der Bundeskanzlerin Merkel „ ganz intensiv über das Aktionsjahr für die mittel- und langfristige Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland“ gesprochen.  2015 wird auf der CeBIT Partnerland  sein.

Der Premier wies auf die Innovationspartnerschaft zwischen China und Deutschland hin, die sich  „ja nicht nur auf den Bereich Wissenschaft und Technologie konzentriert, sondern sich auch auf institutionelle Innovationen erstreckt“. LI: „Wir können Kreativität und Innovationen weiter nach vorne bringen, was ganz sinnvoll für die Erweiterung und Erschließung von noch mehr Märkten ist.“

Die internationale Lage ist – so Li – „unbeständig und äußerst kompliziert“. Berlin und Peking hätten  „ein Mehr an Zusammenarbeit bei internationalen Angelegenheiten betont“.  Beide Länder stündenb für „noch mehr Offenheit bezüglich der Weltwirtschaft, für den Abbau von Handelsbarrieren, damit sich die internationale Wirtschaft weiterentwickelt.“ (Quelle: bundesregierung.de/cvd-bpa)

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