CDU-CSU-Konflikt beenden

GiNN-BerlinKontor.—Horst SEEHOFER, CSU-Chef und Bayerns Ministerpräsident, hat sich zuversichtlich über die gemeinsame Zukunft mit der Schwesterpartei CDU gezeigt. Der BILD am SONNTAG (05.06.) sagte er: “Die Kanzlerin und ich haben jetzt wieder ein Fundament des Vertrauens gelegt, auf das man aufbauen kann.” Die “Versöhnung” zwischen CDU und CSU sei jetzt „Chefsache”. Die Annäherung – so Seehofer – sollte jedoch “nicht immer von Leuten aus der zweiten und dritten Reihe kommentiert werden, die noch nie Wahlen gewonnen haben. Die sollen ruhig sein und ihre Arbeit machen”.

Im Interview mit der THÜRINGER LANDESZEITUNG  hatte der CSU-Vorsitzende zuvor betont, es gehe ihm nicht um Macht-Spielchen,  die CSU werde jedoch ihr politisches Profil nicht aufgeben: “Vor Ihnen sitzt ein Politiker, der wie kaum ein zweiter in Deutschland um seine Überzeugung kämpft.”

Seehofer hatte bereits in der TLZ (02.06.) erklärt: “Ich habe überhaupt keine persönliche Auseinandersetzung mit der Bundeskanzlerin. In Berlin wird man mit manchen Fantastereien konfrontiert. Ich erwarte doch nicht, dass die Kanzlerin ihre Politik für falsch erklärt und sich in den Staub wirft. Angela Merkel und ich haben die wenigsten Probleme, wenn wir beide persönlich beieinander sind. Schwierig wird es immer, wenn andere die Bühne betreten.”

Der CSU-Vorsitzende unterstrich: “Wir wollen mit dieser Kanzlerin in die nächste Wahl gehen. Das ist besonders erfolgversprechend, wenn wir uns inhaltlich sauber positionieren. Wenn wir liefern, werden wir auch 2017 Erfolg haben. Das muss noch geleistet werden.”

Seehofer kritisierte erneut den Umgang in Berlin mit politischen Initiativen aus Bayern. Leider hört man in der CDU zu wenig auf mich. Nach einer aktuellen Umfrage hat die CSU in Bayern nach wie vor 48 % und könnte weiter allein regieren. Die UNION könnte in anderen Bundesländern deutlich besser dastehen als jetzt, wenn man nicht dauernd sagen würde: Dieser Vorschlag kommt aus Bayern, und deshalb muss er abgelehnt werden”, so Seehofer.

Wie verlautet, gibt es Ende Juni in Potsdam eine Arbeitsklausur” der beiden Schwesterparteien. Seehofer wiederholte seine “Drohung”, er strebe zwar “ein gemeinsames Wahlprogramm mit der CDU an, aber nicht um jeden Preis. Notfalls gibt es eben zwei Programme.” (Quellen: BamS/ TLZ./csu.de)

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