Burka-Verbot auch in Deutschland ?

GiNN-BerlinKontor.-–In Frankreich soll bekanntlich Burka-tragenden Muslimas verboten werden, sich  “in dieser Verkleidung”  öffentlich zu zeigen.  Dieser aus religösen Gründen “angeordnete Ganzkörperschleier mit Netz”  soll künftig per Resolution  “auf dem Gebiet der französischen Republik” verboten werden. So empfiehlt  es eine  parteiübergreifende Parlamentskommission.  Diese Verschleierung fördere  eine “schleichende Radilalisierung des Islam”, heisst es.  Es symbolisiere überdies die “Unterwerfung der Frau”.  Ein Verbot der Vollverschleierung würde tausende von muslimischen Frauen treffen. In Frankreich leben über 5 Millionen Franzosen muslimischen Glaubens.

“Ganz Frankreich sagt Nein zur Vollverschleierung”, heißt es im Vorschlag einer Enquetekommission für eine entsprechende Resolution.  Die Burka widerspreche “den Werten der Republik”. Um nicht als Diskriminierung von Muslimen zu erscheinen, solle sich ein  “begleitendes Verbotsgesetz“  nicht allein auf die Burka oder andere Formen der Verschleierung beziehen.  Nach den Plänen der Kommission soll jegliche Vermummung in Behörden, in allen Verkehrsmitteln und öffentlichen Institutionen wie Krankenhäuser und Postämter verboten werden.

Staatspräsident Nicolas SARKOZY hatte im Sommer 2009 öffentlich erklärt,  die Burka sei in Frankreich  “nicht willkommen”.  Die Republik könne es nicht hinnehmen, dass Frauen  “Gefangene hinter einem Gitter” aus Stoff seien.

Nun hat sich auch eine deutsche Partei zu einem Burka-Verbot zu Wort gemeldet.  Gabriele STAUNER,  Landesvorsitzende der CSU-Arbeitnehmer (CSA),  kann sich auch in  Deutschland ein Burka-Verbot  “nach französischem Vorbild”  vorstellen.  Die Burka – so die CSU-Politikerin – sei   “Zeichen einer radikalen gesellschaftlichen Abgrenzung bzw. Ausdruck einer  frauen- und integrationsfeindlichen Gesinnung, die in Deutschland nichts, aber  auch gar nichts verloren hat , so die ehemalige Europaparlament-Abgeordnete.

Laut Stauner wird eine Burka-Trägerin in Deutschland  sich weder beruflich  noch sozial integrieren und niemals am gesellschaftlichen Leben teilnehmen  können. Damit werde sie immer auf staatliche Transferleistungen angewiesen sein.

Neben diesen sozialen und gesellschaftlichen Aspekten habe das  “Ganzkörpergefängnis  Burka” auch noch eine sicherheitspolitische Dimension.  Stauner:  “Wie  soll an Flughäfen, in Banken oder bei der Polizei die Identität einer Burka-Trägerin festgestellt werden?

Man müsse sich zudem fragen,  warum auch  “deutsche Soldaten in Afghanistan für Frauenrechte kämpfen und ihr Leben riskieren sollen, wenn bei uns hier diese Frauenrechte von einer radikalen Minderheit mit Füßen getreten werden , so Stauner.

Die belgische Stadt Antwerpen ordnete bereits 2004 ein Burka-Verbot an. Aucn die Niederlande erwägen ein  “Vermummungsverbot”  für muslimische Frauen auf ihrem Staatsgebiet.

Die Burka (eigentlich arab.Burqu) wird von muslimischen Frauen vor allem  in Afghanistan, in Pakistan und auch in Indien getragen.  Die Burka verschleiert den Körper vollständig. Im Bereich der Augen befindet sich lediglich eine kleines “Sichtfenster”, in dem eine Art Gitter aus Stoff oder Rosshaar eingesetzt ist. Die Taliban  machten das Tragen der Burka  für islamische Frauen zur Pflicht.

Nach dem Ende des Taliban-Regimes in Afghanistan wurde die Burka-Pflicht aufgehoben, dennoch wagen sich auch heute nur wenige Frauen, das Haus ohne Burka zu verlassen – vor allem aus Sorge um ihren Ruf und ihre persönliche Sicherheit.

Die Burka wird in der öffentlichen Diskussion immer wieder als „Symbol der Unterdrückung von Frauen“ im Islam angeprangert und mitunter in eine Reihe mit Praktiken, wie der Beschneidung weiblicher Genitalien, dem Ehrenmord und der Zwangsverheiratung gestellt.

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