Bundeswehr-Offiziere der Freiwilligenarmee

GiNN-BerlinKontor.—Am 1. Juli 2011 trat das Wehrrechtsänderungsgesetz 2011 in Kraft. Nach über 50 Jahren Wehrpflicht verzichtet die Bundeswehr künftig auf die Einberufung von Wehrpflichtigen. Junge Frauen und Männer können nun einen bis zu 23-monatigen Freiwilligen Wehrdienst leisten. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat bei der Leutnantsbeförderung an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg  über 400 jungen Offizieren der nunmehr “Bundeswehr als Freiwilligenarmee ” persönlich gratuliert.  Der Minister sprach von  “Anerkennung und Verpflichtung” zugleich und  würdigt die bisherige erfolgreiche Ausbildung und Leistung der Offiziere. “Dies verpflichtet  Sie zu höchster persönlicher Verantwortung als Offizier, als Führer, als Erzieher und als Ausbilder in der Bundeswehr.”

„Sie werden Offizier in einer Bundeswehr, die sich in den nächsten Jahren verändern wird, um den sicherheitspolitischen Herausforderungen von heute und morgen erfolgreich zu begegnen”“, erinnerte de Maizière an die anstehenden Veränderungen innerhalb der Streitkräfte. Gerade in Zeiten der Veränderung seien die Erwartungen an die jungen Offiziere besonders hoch. Solide Basis für ein erfolgreiches Bestehen seien ein starker Charakter, ein festes ethisches Fundament, eine ausgeprägte Urteilsfähigkeit und hohe persönliche Einsatzbereitschaft. Außerdem benötigen die Offiziere soldatisches Können und den Willen, zu führen, Verantwortung zu übernehmen und zu gestalten. Und schließlich auch „”akademische Bildung, wie Sie Ihnen in herausragender Weise an den Universitäten der Bundeswehr in München und hier in Hamburg geboten wird“”, sagte der Minister. “Nutzen Sie dieses Angebot. Das ist Ihr Auftrag als studierender Offizier.“

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums müssen sich die Offiziere in der Truppe bewähren. Dafür gab de Maizière den jungen Offizieren mit auf den Weg, sich von erfahrenen Kameraden beraten zu lassen. “Lernen und entscheiden Sie. Übernehmen Sie von Anfang an Verantwortung.“ Der Minister betonte zudem die besondere Stellung des Offiziers innerhalb der Bundeswehr. “Offizier zu sein heißt, gestalten wollen, Richtung und Orientierung zu geben, heißt, das Ganze vor den Teilen zu sehen“  Loyalität dürfe ein Vorgesetzter von seinen Soldaten erwarten,„”aber das Vertrauen seiner ‚Frauen und Männer‘ muss man sich erst erarbeiten”, unterstrich de Maizière. Erfolgreiche Führung setze auf Vertrauen.  Das erfordere eine„”klare Überzeugung, einen festen Standpunkt und eine deutliche Sprache“.

Der Präsident der Hamburger Universität, Wilfried SEIDEL erklärte, die  Bundeswehruniversitäten seien mehr als nur Attraktivitätsfaktoren für die Personalgewinnung. “Bei uns schulen Offiziere ihre Urteils- und Handlungsfähigkeit, eine wichtige Voraussetzung für ihre späteren Aufgaben. Wir können Forschungsaushängeschild und Impulsgeber der Bundeswehr sein”, so Seidel. (Quelle: bmvg.de)

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