Bundeswehr mit neuer Organisationskultur

GiNN-BerlinKontor.—Mit Unterzeichnung des “Dresdner Erlasses” hat Bundesverteidigungsminister Thomas DE MAIZIERE (CDU) die „Grundsätze für die Spitzengliederung, Unterstellungsverhältnisse und Führungsorganisation im Bundesministerium der Verteidigung und der Bundeswehr“ erlassen – mit dem Ziel,  “Verantwortung und Führung in den neuen Strukturen der Bundeswehr zu vereinen”.

“Es gehört zu den vornehmsten Pflichten in meinem Amt, den Rahmen der ministeriellen, der militärischen und zivilen Führungsstrukturen festzulegen”, unterstrich der Minister. Vor 42 Jahren hatte der damailige Verteidigungsminister Helmut SCHMIDT (SPD) die militärischen Führungsstrukturen in der Bundeswehr zum ersten Mal per Erlass angeordnet.

Der Minister beschrieb eine moderne, leistungsfähige Bundeswehr so:  “Sie bietet der Politik im Bedarfsfall ein breites Spektrum an Fähigkeiten und damit Handlungsoptionen, sie zeichnet sich durch einsatzorientierte und effiziente Strukturen und Verfahren aus, ist nachhaltig finanziert und ausgerüstet, sie kann eine demografiefeste und ausgewogene Personalstruktur vorweisen und ist als Freiwilligenarmee fest in der Gesellschaft verankert”. Die letzte politische und militärische Verantwortung liege nach dem Grundgesetz beim Bundesminister der Verteidigung als Ressortchef und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt  Dieser wiederum sei Teil der Regierung und damit “parlamentarisch kontrolliert”, betonte de Maizière..

Zur Stellung des Generalinspekteurs der Bundeswehr sagte der Verteidigungsminister,  als ranghöchster Soldat der Bundeswehr sei er auch “truppendienstlicher Vorgesetzter aller Soldaten in den Streitkräften”. Der Generalinspekteur sei Teil der Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung”, sagte de Maizière, aber  nicht Vertreter des Verteidigungsministers – denn dieser müsse ein Zivilist sein.. Zu den Aufgaben des Generalinspekteurs gehöre die Steuerung der Einsätze, so de Maizière weiter. Drei Abteilungen werden ihm unmittelbar zugeordnet: „Planung“, „Führung Streitkräfte“ und „Strategie und Einsatz“.

Zur künftigen Rolle der Inspekteure der Waffengattungen sagte der Minister, sie sollten “mehr Soldaten als Abteilungsleiter” sein. Die Führungsfähigkeit der Inspekteure werde dadurch gestärkt,  denn sie würden künftig klar an der Spitze ihrer eigenen militärischen Organisationsbereiche stehen. “Sie sind die ‚Force Provider”“, so der Minister.

“Wir brauchen wieder eine Organisationskultur, die diejenigen belohnt, die Mut beweisen und Verantwortung übernehmen. Wir brauchen wieder eine Kultur der Verantwortung, die sich durch selbstständiges Arbeiten und gute Führung auszeichnet”, sagte der Verteidigungsminister nach Unterzeichnung des Dresdner Erlasses am 21.03.2012. De Maizière zählt auf “Kraft guter Führung“  bei seinen Führungskräften und formulierte fünf Maßstäbe, die eine gute Führung ausmachen:
1. Führen durch Vorbild
2. Führen durch Führung
3. Führung durch Handeln
4. Führen durch Vertrauen
5. Führen durch Lob

De Maizière:”So dienen wir Deutschland am besten”. (Quelle: bmvg/bundeswehr)

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