Bundesregierung beschliesst Pflegereform

GiNN-BerlinKontor.–-Anlässlich des Kabinettsbeschlusses vom 28.03. zur Pflegereform erklärte der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker LEIENBACH: “Mit ihrem Beschluss hat die Bundesregierung den Weg für höhere Leistungen in der Pflegeversicherung freigemacht. Zu begrüßen ist dabei insbesondere, dass künftig auch Demenzkranke davon profitieren. Auch die geplante steuerliche Förderung der freiwilligen privaten Vorsorge für den Pflegefall ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bleiben die dafür bislang vorgesehenen
Finanzmittel deutlich hinter dem Bedarf zurück.”

Weiter heißt es: “Der Ausbau der kapitalgedeckten Vorsorge ist die dringend notwendige und gerade noch rechtzeitige Antwort auf die demografische Entwicklung in Deutschland. In den vor uns liegenden Jahrzehnten wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen mehr als verdoppeln. Die geplante staatliche Förderung muss die Bereitschaft der Bürger zu privater Vorsorge deutlich erhöhen – bislang wird diese Herausforderung noch von zu vielen Menschen verdrängt.

Zusätzlicher privater Versicherungsschutz mit Kapitaldeckung kann zu überschaubaren Beiträgen aufgebaut werden. Die Private Krankenversicherung *) ist dabei zur tatkräftigen Mitwirkung bereit, um den Schutz der Bürger vor finanzieller Überforderung im Pflegefall zu verstärken.”

*) Derzeit gibt es  so viele Privatversicherte  wie nie zuvor: 9 Millionen Vollversicherte und 22 Millionen Zusatzversicherte.”[Quelle: GESUNDHEIT ADHOC]

Der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Daniel BAHR (FDP) sieht vor allem bessere Leistungen für Demenzkranke und pflegende Angehörige vor. Überdies sollen neue Wohnformen wie Pflege-WGs finanziell gefördert werden. In den einzelnen Pflegestufen sollen demente Personen künftig mehr Geld erhalten.

Zudem sollen die Leistungen der Pflegedienste stärker auf die Bedürfnisse der Bedürftigen zugeschnitten werden können und etwa auch Betreuungsleistungen umfassen. Unter anderem sollen pflegende Angehörige leichter als bisher eine Auszeit vom Job nehmen können.

Von der Stärkung der ambulanten Versorgung und Betreuung von Demenzkranken würden “500.000 Menschen in Deutschland” profitieren, so Gesundheitsminister Bahr NDR InfoRadio.

 

“Pflege ist ein Thema, dass alle in der Gesellschaft früher oder später ereilt. In dem Gesetzentwurf wird erstmals der besondere Betreuungsbedarf bei Demenz berücksichtigt. Wir wollen insbesondere die ambulante Versorgung für diese Personengruppe ausbauen. 500.000 Demenzkranke profitieren sofort von der Neuregelung, weil sie nun regulär Pflegeleistungen in Anspruch nehmen können”, so Bundesgesundheitsminister Daniel BAHR (FDP) bei der Erläuterung des Gesetzentwurfes. Ganz gezielt werde jetzt die Situation für Menschen verbessert, die bisher keine Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben, betonte Bahr.

Das Gesuzndheitsmninisterium teilt dazu mit:

Ambulant vor stationär

Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können – das wünschen sich die meisten älteren Menschen. Wird die Vergesslichkeit größer, ist eine vertraute Umgebung besonders wichtig für die eigene Orientierung.

Deshalb stärkt die Pflegereform der Bundesregierung den Grundsatz „ambulant vor stationär“. Dazu gehört, dass Pflegebedürftige zukünftig zwischen Leistungen und Zeiteinheiten frei wählen können. Mit dem Pflegedienst kann vereinbart werden, ob die Zeit für einen Spaziergang oder zur Körperpflege genutzt werden soll.

Pflegedienste sollen künftig neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch die Leistung “Betreuung” anbieten, die sich speziell an Demenzerkrankte richtet, sagte Bahr. Außerdem sollen neue Wohnformen gefördert werden. Zum Beispiel können Wohngruppen bis zu 200 Euro für die Einstellung einer Pflegekraft erhalten.

Pflegende Angehörige werden unterstützt

In unserer immer älter werdenden Gesellschaft steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen weiter an: Heute sind es circa 2,4 Millionen Menschen, in wenigen Jahrzehnten werden es über 4 Millionen sein. Auch die Zahl der Demenzkranken – derzeit 1,4 Millionen – wird deutlich ansteigen.

Viele Jahre lang liegt die Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige in der Familie. Die Bundesregierung plant deshalb, pflegende Angehörige besser zu unterstützen. Sie sollen leichter als bisher die Pflege unterbrechen können. Die Auszeit kann zum Beispiel für eine Rehamaßnahme genutzt werden. Das soll besonders gefördert werden.

Finanzierung langfristig sichern

Die Bundesregierung sorgt zum ersten Mal dafür, dass der besondere Unterstützungsbedarf von Menschen mit Demenz in der Pflegeversicherung berücksichtigt wird. Bislang werden diese Hilfen durch die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichend abgedeckt.

Der Gesetzentwurf sieht deshalb vor, dass  ab 2013 der Beitragssatz für die Pflegeversicherung um 0,1 Prozent angehoben wird. Gleichzeitig soll der Einstieg in eine freiwillige private Vorsorge erfolgen. Die private Vorsorge soll steuerlich gefördert werden und bedarf noch einer gesetzlichen Regelung. (Quelle; bunsderegierung.de/BMG)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>