Bundespräsident Gauck in Polen

GiNN-BerlinKontor.—Bundespräsident Joachim GAUCK reiste am 26. März 2012 zu einem Antrittsbesuch in die Republik Polen. Dies ist die erste Reise des neugewählten Staatsoberhauptes ins Ausland. Die  deutsche Delegation wurde in Warschau vom Präsidenten der Republik Polen, Bronisław KOMOROWSKI, freundlich empfangen. Am 27. März traf der Bundespräsident mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald TUSK zusammen. Nach einem Treffen mit Parlamentspräsidentin Ewa KOPCH kehrt  Bundespräsident Gauck zurück nach Berlin.

In einem Interview mit der polnischen Tageszeitung “Gazeta Wyborcza” hatte Gauck zuvor  den “unbeirrbare Glaube der Polen und der polnischen Regierung an Europa” gelobt. Dies sei für ihn immer “beispielhaft”. Es gelte nun aber,  “die Zukunft Europas weiterzuentwickeln und zu präzisieren” .  Gauck: “Gerade in krisenhaften Zeiten wie diesen brauchen wir neue Debatten. Deshalb ist es gut, dass Außenminister Sikorski und andere dieser Debatte erneut einen Impuls gegeben haben. Wir brauchen gute Ideen und eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, wie wir in Zukunft in unserem Europa leben wollen.”

Der Bundespräsident erinnerte an seine erste Begegnungen mit Polen:  “Ich kam spät nach Polen, erst Anfang der 1990er Jahre. Aber meine Affinität zu Polen war schon sehr viel früher da. Wie viele andere auch bewunderte ich den Mut und die Entschlossenheit, mit der sich die Menschen in Gdansk, Nowa Huta und in ganz Polen für ihre Freiheit und für ihre Rechte als Bürgerinnen und Bürger erhoben. Unsere friedliche Revolution in der DDR konnte auch deshalb erfolgreich sein weil unsere polnischen Nachbarn schon gezeigt hatten, dass man die Freiheit auch gegen die Übermacht eines kommunistischen Unterdrückungsapparates erstreiten kann. Und dann sind da die vielen Begegnungen mit wunderbaren Bekannten und Freunden wie Bodgan Borusewicz, Adam Michnik, Władysław Bartoszewski. Es ist diese bewundernswürdige Freiheits- und Demokratiegeschichte, die ich mit Polen verbinde – ich war am Grab von Jerzy Popieluszko, ich war im Museum des Warschauer Aufstands. Wann immer ich nach Polen komme, begegne ich diesen Traditionen und sie sind mir sehr nah.”  (Quelle: bundespraesident.de)

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