Bundespräsident Wulff tritt nicht zurück

GiNN-BerlinKontor.—Bundespräsident Christian WULFF hat am 04.01. 2012 im Ersten und Zweiten Deutschen Fensehen (ARD + ZDF) zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit einem privaten Haus-Kredit in Höhe von € 500 000 und zu seiner telefonischen  Intervention bei den  Chefredaktionen der BILD-Zeitung und der WELT Stellung genommen. Er wird nicht zurücktreten:“Ich habe nichts Unrechtes getan, auch wenn nicht alles richtig war.” Wulff betonte, er “nehme seine Verantwortung ernst” und wolle die “Bilanz seiner Amtszeit nach fünf Jahren vorlegen”.

Der Bundespräsident sagte, sein Anruf beim Chefrdedakteur der BILD-Zeitung   sei  ein “schwerer Fehler” gewesen, er habe jedoch nicht die Berichterstattung über seinen Fall beeinfliussen wollen, behauptete Wulff.  Dies alles tue ihm leid, denn er habe sich stets zur Presse- und Meinungsfreiheit bekannt – “sich in dem Moment aber eher als Opfer gesehen”.

Der Bundespräsident gab zu, er habe nach der Amtsübernahme einen  “Lernprozeß” durchmachen müssen. Der schnelle Wechsel vom Amt des Ministerpräsidenten in Niedersachsen zum Staatsoberhaupt möge ein Grund sein für sein Vorgehen.

Wulff unterstrich,  er wolle nicht Präsident in einem Land sein, in dem man sich kein Geld von Freunden leihen könne. Mit Blick auf das Darlehen der BW-Bank sagte er, es handele sich um normale und übliche Konditionen. Das gesamte Risiko der Zinsentwicklung liege bei ihm. Er habe keine Vorteile genossen, es handele sich um ein Angebot wie für andere auch, sagte der Bundespräsident.

Wulff erklärte zudem, er werde weiterhin “besonnen agieren” und sein Verhältnis zu den Medien “neu ordnen” und künftig  “anders mit den Medien umgehen”.

Christian Wulff berichtete, er habe während einer Auslandsreise von den Recherchen zuhause erfahren, und unterrichtet worden, dass beabsichtigt sei privates und  “auch Unwahrheiten” zu veröffentlichen. In diesem Fall habe er sich schützend vor seine Familie und vor seine Freunde stellen müssen. Man müsse die Situation “vielleicht auch menschlich verstehen”, so Wulff.  Wenn man auf einer Auslandsreise mit privaten Dingen konfrontiert werde, “dann habe man eine “Schutzfunktionen und man fühlt sich hilflos”. (Quellen: ARD/ZDF)

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