Bundeskanzlerin in Riga

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  hat bei ihrem Besuch in Riga der Republik Lettland der sicherheitspolitischen Unterstützung Deutschlands versichert. Die baltischen Staaten verfolgen die Spannungen mit Russland um die Ostukraine mit wachsender Sorge, so das Bundespresseamt.

Die Kanzlerin betonte,  angesichts der Verschlechterung der Sicherheitslage durch die Ukraine-Krise, verstehe sie die Besorgnisse der Bevölkerung in Lettland und in den anderen baltischen Staaten absolut. Nach  ihrem Gespräch mit Lettlands Ministerpräsidentin Laimdota STRAUJUMA sagte Merkel vor der Presse, die  im NATO-Vertrag vereinbarte Beistandspflicht sei nicht etwas, was nur auf dem Papier stehe, sondern etwas, “das im Zweifelsfall auch mit Leben gefüllt werden müss.. Dies bedeute neben der bereits zugesagten Luftraum-Überwachung eine “verstärkte Übungstätigkeit und Manövertätigkeit, an der sich Deutschland aktiv beteiligen werde”, kündigte die Kanzlerin an. (Quelle: bundesregierung.de)

Zur Erinnerung: Vor 75 Jahren - am 24. August 1939 – unterzeichneten im Beisein von Josef W. STALIN, seit 1922 Generalsekretär des Zentralkomitees der kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), der damalige Reichsaußenminister Joachim VON RIBBENTROP und UdSSR-Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, Wjatscheslaw MOLOTOW sowie der Generalstabschef der Roten Armee, Boris SCHAPOSCHNIKOW, den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt - auch “Hitler-Stalin-Pakt” genannt.

Das Deutsche Reich ließ sich darin von Moskau die Neutralität im Falle einer Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten garantieren und räumte der Sowjetunion die Möglichkeit ein, im Ersten Weltkrieg verlorene Territorien “ohne Eingreifen des Deutschen Reiches” zu besetzen – darunter auch die Baltischen Staaten.

Schon in den Vorverhandlungen mit Berlin hatte Moskau auf geheime “Zusatzprotokolle” bestanden, in denen verbindlich “die Interessen der Sowjetunion” z.B. an Estland, Litauen und Lettland .an Polen und Finnland “festzuschreiben” seien, was Hitler tat.

Am 31. August 1939 lobte Molotow den Pakt mit Hitler öffentlich auf einer Sondersitzung des Obersten Sowjets: “Der `Abschluss des sowjetisch-deutschen (sic!) Nichtangriffspakts zeigt, dass Genosse Stalins historischer Weitblick auf brillianteste Weise bestätigt wurde.” Das geheime Zusatzprotokoll erwähnte Molotow natürlich nicht.

Moskau hat die Existenz dieses Zusatzprotokolls (Zerschlagung Polens und Annektierung der Baltischen Staaten und Finnlands) immer wieder bestritten. Der spä¤tere Außenminister Andreij GROMYKO (1957-1985) nannte diese zusätzlichen Absprachen zwischen Stalin und Hitler später immer wieder eine “unverschämte Geschichtsfällschung”.

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>