Bundeskanzlerin besucht die Türkei

GiNN-BerlinKontor.—-Vor Beginn ihrer Reise in die Türkei hat Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) die „sehr guten bilateralen Beziehungen“ hervorgehoben.  Mit Ministerpräsident Erdogan und Staatspräsident Gül verbänden sie „enge partnerschaftliche Kontakte“. Auf der Tagesordnung der politischen Gespräche stehen vor allem außenpolitische Fragen: die Zukunft des Friedensprozesses im Nahen Osten und die Beziehungen zum Iran.  Deutschland tritt dafür ein, dass “wir auch über Sanktionen nachdenken”, wenn der Iran nicht endlich Transparenz in den Fragen der Nuklearenergie zeige, so Merkel.

Eine Reise in die Türkei sei  “etwas Besonderes”, weil sehr viele Türken in Deutschland leben, betonte die Kanzlerin in Berlin. . “Wir reden – auch mit dem Ministerpräsidenten Erdogan – sehr häufig über die Integration. Dabei sagen wir ganz deutlich: Wir verstehen darunter nicht etwa Assimilation oder die Aufgabe der eigenen Heimat, sondern wir wollen, dass sich Menschen, die über viele Generationen bei uns leben, in dieses Land integrieren.”  Dies bedeute – so die Kanzlerin – Teilhabe am gesellschaftlichen Erfolg, am Arbeits- und Familienleben.

Die deutsche Regierungschefin betonte erneut:  “Das bedeutet natürlich, dass die deutsche Sprache erlernt wird und die deutschen Gesetze eingehalten werden.”  Merkel sagte weiter, man habe  “viele Fortschritte im Integrationsprozess” gemacht.  Sie erinnere sich gerne an die Diskussionsrunde mit Ministerpräsident Erdogan sowie deutschen und türkischen Schülern im Bundeskanzleramt. “Damals hat sich zweierlei gezeigt: Die türkischstämmigen Jugendlichen fühlen sich dem Ministerpräsidenten Erdogan und ihrer türkischen Herkunft sehr wohl verbunden. Aber ich habe auch deutlich gemacht: Wenn es Sorgen und Nöte gibt für die hier lebenden türkischstämmigen Menschen, dann bin ich Bundeskanzlerin auch für sie.”

Am zweiten Tag ihres Türkei-Aufenthalts besucht die Bundeskanzlerin Istanbul. Die Stadt ist dieses Jahr Kulturhauptstadt Europas. “Das wird unsere Beziehungen noch einmal vertiefen”, sagte Merkel. “Ich freue mich auf die beiden Tage in der Türkei – ich denke, es wird viel Interessantes zu besprechen geben – und natürlich darauf, die Brücke auch zwischen Deutschland und der Türkei wieder enger schlagen zu können.”

ISTAMBUL (eigentlich Istanbul) ist die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei  und deren Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Das Stadtgebiet erstreckt sich am Nordufer des Marmarameeres  auf beiden Seiten der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer, des Bosporus. Durch diese beidseitige Lage sowohl im europäischen Thrakien  als auch im asiatischen Anatolien ist Istanbul die einzige Metropole der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet.

Die deutsche Bundeskanzlerin hat in der Türkei eine “schwierige Mission”. Der türkische Premierminister Recep Tayyip ERDOGAN nennt Irans  Präsidenten Mahmud AHMADINESCHAD,  – er will Israel  “von der Landkarte löschen” -   seinen Freund und beschuldigt “den Westen”, es sei unfair, Iran wegen seines Nuklearprogrammes “anzuprangern”- selbst aber im Besitz der Atombombe zu sein.  Erdogan (“Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme und die Minarette unsere Bajonette…”) sagte dem GUARDIAN,  der iranischen Machthaber Ahmadinedschad sei “ohne Zweifel unser Freund und als Freunde haben wir sehr gute Beziehungen und überhaupt keine Schwierigkeiten.  Erdogan ist “Ehrenbürger” der iranischen Hauptstadt Teheran.

DIE ZEIT notiert: “Die TÜRKEI will muslimisch sein und säkulär, östlich und westlich, nationalistisch grundiert und der Welt zugewandt. Irgedwann werden Europäer und Amerikaner und Iraner fragen: Wer seid Ihr wirklich?”

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