Bundesbank zum Emissionsgeschäft des Bundes

GiNN-BerlinKontor.—Die DEUTSCHE BUNDESBANK macht “aus aktuellem Anlass”  auf folgende Informationen aufmerksam: “Im Rahmen ihrer Funktion als Hausbank des Bundes nimmt die Bundesbank verschiedene Funktionen bei der Kreditaufnahme des Bundes und bei der Wertpapierabwicklung wahr. Die Bundesbank arbeitet dabei eng mit dem Bundesministerium der Finanzen und der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH (Finanzagentur) zusammen, die im September 2000 mit dem Ziel gegründet wurde, das Schuldenmanagement des Bundes kostensparend und risikooptimiert auszurichten. Hierbei ist festzuhalten, dass die Bundesbank weder bei den Emissionsgeschäften des Bundes noch bei den Sekundärmarktgeschäften mit Bundeswertpapieren dem Bund einen Kredit gewährt oder Bundeswertpapiere in den eigenen Bestand übernimmt.”

Weiter heißt es: “Nach dem von der Finanzagentur festgelegten Emissionskalender werden regelmaeßig Auktionsverfahren, auch Tender genannt, durchgefuehrt. Die Begebung beziehungsweise Aufstockung der Einmalemissionen des Bundes (Bundesanleihen, Bundesobligationen, Bundesschatzanweisungen und Unverzinsliche Schatzanweisungen) erfolgt im Auktionsverfahren ueber das von der Bundesbank entwickelte und betriebene Bund Bietungs-System (BBS).
Das BBS ermoeglicht eine durchgehende elektronische Bearbeitung von der Ankuendigung und Ausschreibung einer Auktion ueber die Abgabe und Entgegennahme der Gebote bis hin zur Ermittlung und Bekanntgabe der gesamten und individuellen Zuteilungsbetraege.

Bietungsberechtigt bei den von der Bundesbank im Auftrag der Finanzagentur und fuer Rechnung des Bundes durchgefuehrten Auktionen sind die derzeit 38 Mitglieder der Bietergruppe Bundesemissionen, bei denen es sich um in- und auslaendische Kreditinstitute und Wertpapierfirmen handelt. Ueber die Hoehe der Zuteilung im jeweiligen Auktionsverfahren entscheidet die Finanzagentur. Dabei haelt sie bei jeder Auktion eine Marktpflegequote als Eigenbestand des Bundes zurueck, den sie spaeter nach und nach im Rahmen ihrer Sekundaermarktaktivitaeten auf Rechnung des Bundes in den Markt gibt.

Für alle börsennotierten Bundesemissionen betreibt die Bundesbank im Auftrag der Finanzagentur die Marktpflege an den deutschen Wertpapierbörsen. Ziel dieser Marktpflegeoperationen, bei denen die Bundesbank fuer Rechnung des Bundes Bundeswertpapiere an- und verkauft, ist die Sicherung der Liquidität der Bundesemissionen an den Präsenzbörsen.

Auch Kleinanleger sollen die Möglichkeit erhalten, sich jederzeit von einem Engagement in Bundeswertpapieren zu marktgerechten Preisen wieder zu trennen oder weitere Beträge nachzukaufen. Der für jedes börsennotierte Bundeswertpapier an der Frankfurter Wertpapierbörse unter Mitwirkung der Bundesbank börsentäglich festgestellte Bundesbank-Referenzpreis ist eine wichtige Bezugsgröße insbesondere für das Privatkundengeschäft.

Im Bereich des Privatkundengeschäfts des Bundes ist die Bundesbank in den Verkauf der als Daueremission begebenen Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze des Bundes über Kreditinstitute eingeschaltet.

Die Abwicklung der Wertpapiergeschäfte des Bundes erfolgt über die bei der Bundesbank geführten Geld- und Depotkonten des Bundes.” (Quelle: bundesbank)

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