Bundesbank mit € 2,2 Mrd Überschuss

GiNN-BerlinKontor.—Die Deutsche Bundesbank hat im Geschäftsjahr 2010 einen Jahres von € 2,2 Milliarden erzielt, nach € 4,1 Milliarden im Vorjahr. Der Jahresüberschuss wurde in voller Höhe an den Bund abgeführt. „Der Grund für den Rückgang des Gewinns ist vor allem eine höhere Risikovorsorge“, erklaerte Bundesbankpraesident  Axel A. WEBER. „Die deutsche Wirtschaft wird ihre kräftige zyklische Erholung – wenn auch mit etwas vermindertem Tempo – in diesem Jahr fortsetzen. Von der robusten weltwirtschaftlichen Entwicklung gehen weiterhin wichtige Nachfrageimpulse aus, doch dürfte der Aufschwung weiter an Breite gewinnen“, so Weber.

Weiter sagte der Bundesbank-Präsident, der  Bedarf an Ausrüstungsinvestitionen werde vor dem Hintergrund der “deutlich gestiegenen Kapazitätsauslastung nochmals zunehmen”. Obwohl sich das Preisklima zuletzt eingetrübt habe, seien angesichts der anhaltend positiven Arbeitsmarktentwicklung auch beim privaten Konsum Zuwächse zu erwarten.

Aus Sicht Webers spricht für eine stärkere Rolle der binnenwirtschaftlichen Wachstumskräfte nicht zuletzt das “aussergewöhnlich hohe Vertrauen, mit dem die Deutschen – Unternehmen wie Haushalte – derzeit in die Zukunft blicken.”

Die wichtigste Quelle fuer den Bundesbankgewinn waren die Zinserträge in Höhe von € 6,2 Mrd (im Vorjahr: € 7,6 Mrd), von denen € 5,7 Mrd  (im Vorjahr: €  6,6 Mrd) auf Zinserträge in Euro entfielen. „Ursächlich für den anhaltenden Rückgang der Zinserträge sind die weiterhin historisch
niedrigen Leitzinsen des Eurosystems“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Rudolf Boehmler. Den Zinserträgen standen Zinsaufwendungen von € 2,6 Mrd  (im Vorjahr: € 3,5 Mrd) gegenüber, so dass sich ein Nettozinsertrag von € 3,6 Mrd (im Vorjahr: € 4,2 Mrd) ergab. Für den Rückgang des Jahresergebnisses um € 1,9 Mrd war neben dem Nettozinsertrag insbesondere die Dotierung der Wagnisrückstellung in Höhe von € 1,6 Mrd massgeblich.

Weber erläuterte: „Insbesondere im Hinblick auf die im Zuge der Finanzkrise deutlich gestiegenen Bestände an risikotragenden Aktiva war eine Aufstockung der Risikovorsorge notwendig.“  Die Erhöhung der Risikovorsorge der Bundesbank stehe im Einklang mit der Politik der Europäischen Zentralbank (EZB), die in ihrem Jahresabschluss für 2010 ihre Wagnisrückstellung ebenfalls um € 1,2 Mrd erhöht hat. (Quelle: Bundesbank)

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