bti-o/Berlin.–Der seit März andauernde Kursanstieg am deutschen Aktienmarkt spiegelte sich inzwischen auch in einer Zunahme des Emissionsgeschäfts wider. Mit einem Kurswert von 5,2 Mrd erreichten die Neuemissionen deutscher Unternehmen im November den höchsten Wert seit 1999. Im Vordergrund stand dabei die Kapitalerhöhung einer Versicherungsgesellschaft und im geringeren Maße einer Großbank.
Im Gegensatz zu den hohen Emissionen am Aktienmarkt war der
Absatz am Rentenmarkt im Berichtsmonat rückläufig. Inländische Schuldner begaben Anleihen im Nominalwert von 74,9 Mrd , gegenüber 92,0 Mrd im Oktober. Nach Abzug der Tilgungen belief sich der Netto-Absatz auf 10,1 Mrd . Per saldo handelte es sich dabei fast ausschließlich um Anleihen mit einer Laufzeit bis einschließlich 4 Jahren. Im Vormonat hatte sich der Umlauf festverzinslicher Wertpapiere um 27,0 Mrd erhöht.
Das Mittelaufkommen am Rentenmarkt kam beinahe vollständig den Kreditinstituten zugute, die Schuldverschreibungen für 9,6 Mrd (netto) begaben (Oktober: 7,9 Mrd ). Davon entfiel der Großteil (7,9 Mrd ) auf die Sonstigen Bankschuldverschreibungen. Die öffentliche Hand nahm den Rentenmarkt mit lediglich 0,9 Mrd in Anspruch, nach 18,4 Mrd im Oktober. Die Länder begaben per saldo Anleihen
für 4,0 Mrd und der Bund für 2,0 Mrd . Dem gegenüber stand die Tilgung einer Anleihe der ehemaligen Treuhandanstalt im Betrag von 5,1 Mrd .
Industrieobligationen wurden im November für netto 0,3
Mrd getilgt. (Deutsche Bundesbank)