Bundesbank: Hohe Aktienemissionen im November 2003

bti-o/Berlin.–Der seit März andauernde Kursanstieg am deutschen Aktienmarkt spiegelte sich inzwischen auch in einer Zunahme des Emissionsgeschäfts wider. Mit einem Kurswert von 5,2 Mrd € erreichten die Neuemissionen deutscher Unternehmen im November den höchsten Wert seit 1999. Im Vordergrund stand dabei die Kapitalerhöhung einer Versicherungsgesellschaft und – im geringeren Maße – einer Großbank.

Im Gegensatz zu den hohen Emissionen am Aktienmarkt war der
Absatz am Rentenmarkt im Berichtsmonat rückläufig. Inländische Schuldner begaben Anleihen im Nominalwert von 74,9 Mrd €, gegenüber 92,0 Mrd € im Oktober. Nach Abzug der Tilgungen belief sich der Netto-Absatz auf 10,1 Mrd €. Per saldo handelte es sich dabei fast ausschließlich um Anleihen mit einer Laufzeit bis einschließlich 4 Jahren. Im Vormonat hatte sich der Umlauf festverzinslicher Wertpapiere um 27,0 Mrd € erhöht.

Das Mittelaufkommen am Rentenmarkt kam beinahe vollständig den Kreditinstituten zugute, die Schuldverschreibungen für 9,6 Mrd € (netto) begaben (Oktober: 7,9 Mrd €). Davon entfiel der Großteil (7,9 Mrd €) auf die Sonstigen Bankschuldverschreibungen. Die öffentliche Hand nahm den Rentenmarkt mit lediglich 0,9 Mrd € in Anspruch, nach 18,4 Mrd € im Oktober. Die Länder begaben per saldo Anleihen
für 4,0 Mrd € und der Bund für 2,0 Mrd €. Dem gegenüber stand die Tilgung einer Anleihe der ehemaligen Treuhandanstalt im Betrag von 5,1 Mrd €.

Industrieobligationen wurden im November für netto 0,3
Mrd € getilgt. (Deutsche Bundesbank)

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