Bundes-Marine vor Marsch-Befehl für Libanon

GiNN-BerlinKontor.—Nachdem die Regierung des Libanon nach Rücksprache mit der UNO formell um Unterstützung der Friedensmission im Süd-Libabnon gebeten hat, bietet Deutschland  jetzt konkret die Entsendung eines Einsatzgruppen-Versorgers der Bundes-Marine an. Dieses Schiff ist auch mit einem Marine-Einsatzrettungs-Zentrum ausgestattet.

DER SPIEGEL online  will erfahren haben, dass “bis zu 4 Schnellboote mit je 34 Soldaten Besatzung, 3 Minensuchschiffe mit je 42 Mann, bis zu 2 Versorger (je 70 Soldaten) und ein Abhörschiff mit 75 Personen als Besatzung zur Verfügung stehen”  sowie das Versorgungsschiff für Einsatzgruppen “Frankfurt am Main” und die zwei Fregatten “Mecklenburg-Vorpommern” und “Karlsruhe”.

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte: vorbehaltlich der Zustimmung des Deutschen Bundestags wird die Bundesrepublik Deutschland  “einen substanziellen Beitrag” zur Friedenstruppe UNIFIL=United Nations Interim Force in Libanon leisten. Das Angebot an die Vereinten Nationen umfasse vor allem luft- und seegestützte Kräfte zur Überwachung der Küste an der libanesisch-israelischen Grenzlinie sowie Lufttransportkapazitäten. Sollte UNIFIL den Auftrag bekommen, die gesamte libanesische Küste zu überwachen, würde die Bundes-Marine “auch dazu einen signifikanten Beitrag leisten”, heißt es in Berlin. Dieses müsse jedoch durch den Libanon beantragt werden.”

Ein “ehrgeiziger Verlegeplan” sieht laut Verteidigungsministerium  das Eintreffen erster Verstärkungskräfte in der Region bis Anfang September vor. Die Hauptkräfte sollen bis Anfang November vor Ort sein. Als Teil der UNIFIL, die von derzeit rund 2.000 auf circa 15.000 Soldaten anwachsen wird, sollen sie gemeinsam mit den libanesischen Streitkräften zu einem dauerhaften Frieden beitragen. Grundlage ist die Resolution 1701 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen.

“Wir sind zudem, mit Kräften der Bundeswehr zudem unmittelbare humanitäre Hilfe zu leisten,” kündigte Verteidigungsminister Franz-Josef JUNG (CDU) an. Einzelheiten würden derzeit geklärt. Die libanesische Regierung habe “sehr konkret” das Angebot über zwei Transportmaschinen vom Typ AIRBUS und vier “Transall”-Flugzeugen nachgefragt.

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