Brüderle: Steuersystem schnell vereinfachen

GiNN-BerlinKontor.—Durch eine Vereinfachung des Steuersystems und des Steuerverfahrens könnten bei den Bürgern, Betrieben und der Steuerverwaltung jährlich insgesamt rund €  4,8 Milliarden  Bürokratiekosten eingespart werden, so das  Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), das im Auftrga des Bundeswirtschaftsministeriums und in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal und der Beratungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem die  “Auswirkungen von Steuervereinfachungen” untersucht hat. Das Bundesfinanzministerium hat die Studie mit begleitet.

Bundeswirtschaftsminister  Rainer BRÜDERLE (FDP) sagte dazu, das Steuerrecht müsse   “unbürokratischer und anwenderfreundlicher” werden und für den Steuerzahler besser durchschaubar. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen stelle die Komplexität des Steuerrechts oftmals eine Hürde dar, die nur mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten zu meistern sei. “Durch gezielte Vereinfachungen gewinnen wir an Effizienz für Steuerzahler und Finanzverwaltung.”

Das ZEW hat in seiner Studie insgesamt 18 Einzelmaßnahmen identifiziert. Dabei zählen zu den Maßnahmen mit dem größten Kostensenkungspotential
- die Ausweitung der Kleinunternehmerregelung
- die Erhöhung der Planungssicherheit bei der Steuergesetzgebung,
- die Neuregelung der Werbungskostenpauschale,
- der Wegfall der Berücksichtigung der Kapitaleinkünfte bei Familienleistungsausgleich,      außergewöhnlichen Belastungen und Ausbildungsfreibetrag,
- die Poolabschreibung in der Steuerbilanz,und
- die Nutzung vorausgefüllter Steuererklärungen.

Durch die Umsetzung der Maßnahmen würden Unternehmen mit rund € 3,3 Mrd. entlastet, wobei insbesondere kleine und mittlere Unternehmen von den Vereinfachungen profitieren würden. Für die privaten Haushalte ergäben sich Einsparungen von rund € 1,2 Mrd. und für die Finanzverwaltung Einsparungen von nahezu € 300 Mio.

“Das vom ZEW erstellte Gutachten enthält sinnvolle Ansatzpunkte für Steuervereinfachungen”, so Minister Brüderle.  Die Ergebnisse der Studie seien eine  “gute Grundlage, um nunmehr konsequent Schritte zur Umsetzung einzuleiten.”

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