Brandherd Syrien

GiNN-BerlinKontor.—Zur aktuellen Lage in Syrien erklärte der deutsche Außenminister GUIDO WESTERWELLE am 26.08. in Berlin: “Die sich immer weiter verdichtenden Hinweise auf den furchtbaren Einsatz völkerrechtlich geächteter chemischer Waffen sind verstörend. Es ist überfällig, dass die VN-Inspektoren jetzt endlich Zugang erhalten sollen. Aber das Regime hat sich damit sehr viel Zeit gelassen. Die Nachrichten und Bilder sprechen eine deutliche Sprache.”

Weiter sagte der Minister auf einer Botschafterkonferenz in Berlin, der Einsatz von chemischen Massenvernichtungswaffen wäre ein zivilisatorisches Verbrechen. Wenn sich ein solcher Einsatz bestätigen sollte, muss die Weltgemeinschaft handeln. Dann wird Deutschland zu denjenigen gehören, die Konsequenzen für richtig halten. Hierzu stehen wir in enger Abstimmung mit den Vereinten Nationen und unseren Verbündeten.”

In New York forderte der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN) , BAN Ki-Moon, eine strenge Bestrafung der für den Giftgasangrff in Syrien Verantwortlichen. Die syrische Regierung müsse den VN-Inspektoren sofortigen Zugang zu den Orten des Massenmordes gewähren. Die US-Regierung kommentierte die neuerliche  Zustimmung des Assad-Regimes, die Inspektoren zuzulassen, als “verspätet und nicht glaubwürdig”. Es wird vermutet, dass die Beweise für den Einsatz chemischer Waffen bereits vernichtet wurden (” the chemical evidence may have dissipated”.)

US-Präsident Barack H.OBAMA hat inzwischen das US-Verteidfigungsministerium aufgefordert, Optionen einer möglichen  militärischen Intervention vorzulegen. Das Pentagon erklärte, das Pentagon sei bereit einzugreifen, wenn der Präsdident dies befiehlt. “We are prpared, to provide ranges for all contingencies for the president of the United States”, so US-Verteidigungsminister Chuck HAGEL.

Die US-Marine steht – so Hagel – bereits mit Kriegsschiffen der “Battle Group in the Mediterranean Sea” in Bereitschaft. Ein weiterer US-Raketen-Zerstörer ist auf dem Weg ins östliche Mittelmer, so das Departmernt of Defense (DoD) “The Pentagon has sent four warships armed with cruise missiles to the region.” Der Einsatz von Truppen auf syrischem Territorium sei nicht vorgesehen, hiess es.

“Ärzte ohne Grenzen” (Doctors Without Borders-Medicines sans frontiers =MSF) erklärten auf ihrer Website doctorswithoutborders.org , in drei Krankenhäusern in Damaskus seien rund 3 600 Patienten mit neurotoxischen Symptomen eingeliefert und behandelt worden. Über 1 300 sollen gestorben sei. “Three hospitals in Damascus reported to MSF that they received approximately 3,600 patients displaying neurotoxic symptoms.”

Das syrische Staatsfernsehen behauptete laut CNN, es wären “ausländische Terroristen und Rebellen” gewesen, die Regierungstruppen mit chemischen Waffen attackiert und dabei auch Zivilisten getötet hätten.

Die russische Regierung warnte die USA und die “Westmächte” vor einer Intervention in Syria. Ein solches Vorgehen – so das Außenministerium in Moskau – würde “die arabische Region, und die ganze islamische Welt in Flammen setzen”. Syriens Präsident Assad erklärte erneut, dass seine Truppen nach wie vor Waffen aus Russland erhalten. (Quellen: AA/DoD-defense.gov/CNN)

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