Botschafter-Konferenz 2011 in Berlin

GiNN-BerlinKontor.-–Die diesjährige Botschafter-Konferenz vom 29. August bis 1. September im Weltsaal des Auswärtigen Amtes in Berlin widmet sich dieses Jahr – vor dem Hintergrund der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen – dem Thema “Deutschland und die Vereinten Nationen- die VN und die Zukunft globaler Ordnungspolitik”. An der viertägigen Konferenz nehmen 207 Botschafter, Generalkonsuln, Leiter von Ständigen Vertretungen bei Internationalen Organisationen, Vertretungsbüros und Außenstellen sowie hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. Die Missionschefs werden im Rahmen der Konferenz auch mit Bundespräsident Christian WULFF und Bundeskanzlerin Angela MERKEL zusammentreffen. Auch Gespräche mit Parlamentariergruppen im Deutschen Bundestag sind Teil des Programms.

Eröffnet wurde die Konferenz von Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE (FDP) und Frankreichs Außenminister Alain JUPPÉ.  “Wenn wir in diesem Kreis in den kommenden Tagen über Deutschland, über Europa und die Zukunft globaler Ordnungspolitik diskutieren, dann ist die deutsch-französische Freundschaft und Partnerschaft das von vielen unserer Vorgänger gegossene Fundament, auf dem allein wir die Mitgestaltung der Welt mit Aussicht auf Erfolg angehen können”, unterstrich Westerwelle zu Beginn der Tagung.

Westerwelle erinnerte in seiner Eröffnungsansprache an das “ereignisreiche letzte Jahr” und vor allem die “bewegenden und bewegten” zurückliegenden sechs Monate mit zahlreichen Herausforderungen für die deutsche und internationale Außenpolitik. Derzeit vollzögen sich fundamentale Veränderungen der Welt. Dies gelt auch für die “Architektur der internationalen Politik, in der die Umbrüche alte Gewissheiten in Frage stellen und neue Orientierung gefragt ist.”

In dieser Unübersichtlichkeit – so der deutsche Außenminister – müsse ein politischer Kurs verfolgt werden, der “die grundlegende Werteorientierung unserer Gesellschaft wahrt und zugleich unseren Interessen unter neuen Bedingungen Rechnung trägt”. Diese Kursbestimmung müsse für die deutsche Außenpolitik “immer mit Europa beginnen.”

Auch der französische Amtskollege Alain Juppé hob die Bedeutung der Europäischen Union hervor. In einer instabilen Welt müsse die EU ihre Rolle als Krisenmanager stärken. In einer Welt, in der sich die Gleichgewichte verschoben hätten, sei die einzig mögliche Reaktion, das Projekt EU fortzuführen.

Zum Arbeitsprogramm der Teilnehmer gehört auch die deutsche Afghanistan-Politik, der Umbruch in der arabischen Welt, der Europäische Auswärtige Dienst, kulturelle Diplomatie und Cyber-Außenpolitik sowie ein “Wirtschaftstag”. (Quelle: AA)

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