BND über BND

GiNN-BerlinKontor.—”Die internationale Lage zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist komplexer und unkalkulierbarer denn je: Durch Globalisierung und technischen Fortschritt sind die sicherheitsrelevanten Entwicklungen heute weit dynamischer und vielschichtiger als zu Zeiten des Kalten Krieges. Neue geopolitische Machtkonstellationen entstehen, regionale Ordnungen brechen auf. Gefährdungen für unsere Sicherheit und unsere Interessen sind aufgrund der engen globalen Vernetzung häufig nicht mehr lokal begrenzt; ihren Ursprung haben sie weniger in zu starken, als vielmehr in zu schwachen Staaten, die zu Stützpunkten nichtstaatlicher Gewalt- akteure werden und oftmals hohe Ansteckungsrisiken mit sich bringen.”

“Im „Global Village“ ist Deutschland als Bündnispartner und Exportnation so gut wie nie allein, nie nicht betroffen, nie nicht inte- ressiert. Umso breiter ist die Palette an Themen, zu denen außen- und sicherheitspolitische Positionsbestimmungen anstehen.

Dafür benötigt die Bundesregierung gerade in Zeiten medialer Überfrachtung valide Entscheidungsgrundlagen auf Basis belastbarer und unabhängiger Informationen. Nachrichtendienstliche Erkenntnisse – klandestin beschafft und kompetent analysiert – sind ein unverzichtbarer Teil davon!

Der Bundesnachrichtendienst ist somit als Informationsdienstleister integraler Bestandteil des außen- und sicherheitspoli- tischen Entscheidungsprozesses. Er fungiert als eine Art „Frühwarnsystem“, das Gefährdungen deutscher Interessen aus dem Ausland schon im Entstehen erkennt und im Hinblick auf ihre konkrete Relevanz für Sicherheit, Freiheit und Wohlstand unseres Landes einzuordnen versteht.

Diese Aufgabe ist seit dem Fall des Eisernen Vorhangs weitaus anspruchsvoller geworden: Ein quantitativ wie qualitativ stark gewachsener Unterrichtungsbedarf der politischen und militärischen Entscheidungsträger steht einem nachhaltig veränderten Aufklärungsumfeld gegenüber. Neben die klassischen regionalen Schwerpunkte in den Krisenregionen treten immer mehr transnationale und Querschnittsthemen hervor: Dynamische Bedrohungen z.B. aus dem Cyberspace oder aus terroristischen oder kriminellen Netzwerken, Risiken bei der Versorgungssicherheit mit Rohstoffen, neue militärisch-technische Entwicklungen etc. – sie alle fallen in die Zuständigkeit des Bundesnachrichtendienstes.

Die Verfügbarkeit immer neuer Technologien und Methoden z.B. bei Kommunikation oder Datenverarbeitung lassen nachhaltig effektive Aufklärung zur Herausforderung werden. Gefragt ist neben innovativen, vielfach zeit- und ressourcenintensiven nachrich- tendienstlichen Beschaffungsansätzen auch eine flexible und möglichst vorausschauende Kapazitätsplanung. Beides stellt höchste Anforderungen an die personelle und materielle Ausstattung des Dienstes.” (Quelle: bnd-bund.de)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>