BDI:Energiewende in einem Guss

GiNN-BerlinKontor.—„Die deutsche Industrie will mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis ihr Know-how einbringen für eine Energiewende aus einem Guss.“ „Es muss jetzt endlich vorangehen“, erklärte Hans-Peter KEITEL, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), in Berlin. Wenn die Energiewende gelinge, könne sie zu einem echten Exportschlager werden. „Die deutsche Wirtschaft hat insgesamt einen Weltmarktanteil von knapp 10 %, bei klimaschonenden und energieeffizienten Technologien sind es sogar rund 15 %. Und hier besteht zusätzliches Potenzial“, so BDI-Chef Keitel.  Bundesumweltminister Peter ALTMAIER (CDU) begrüßte das BDI- Gesprächsangebot.

„Energiewende kann nur gelingen, wenn wir miteinander reden“, sagte Altmaier zur  Vorstellung der BDI-Kompetenzinitiative Energie am 04.Juni. Der Vorschlag sei geeignet, auf dem Weg zu einem nationalen Konsens ein wichtiges Stück voran zu kommen. „Allen Beteiligten muss klar sein, dass wir in einem Boot sitzen. Es geht jetzt darum, die Segel so zu setzen, dass die Energiewende richtig in Fahrt kommt“, betonte Altmaier.

BDI-Präsident Keitel hatte daran erinnert, das die Industrie 45 % des Stroms in Deutschland abnehme. „Zugleich sind wir diejenigen, die den wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Umsetzung der Energiewende leisten sollen, können und wollen“, unterstrich Keitel. Der Erfolg entscheide sich an den Fragen der technischen Machbarkeit und an den Rahmenbedingungen. Nur wenn das Umfeld stimme, würden Unternehmen ihre Ideen und ihr Kapital in die Energiewende investieren.

Der BDI fordert ein “intensives Monitoring des Verlaufs und ein professionelles Management des Projektes Energiewende. Die Energiewende gleiche einem Experiment, in dem sich zahlreiche Faktoren gegenseitig beeinflussen und das einen ungewissen Ausgang hat, so Keitel. Dabei komme es entscheidend auf das Team an, das sein Know-how einbringt. Keitel: „In unserem Fall werden Partner aus Industrie und Wissenschaft gemeinsam die Welt der Energiewende beleuchten.”

Altmaier sagte dazu: “Voraussetzung hierfür ist eine offene Bestandsaufnahme. Nur wenn wir von realistischen Daten ausgehen, können wir zuverlässig abschätzen, was wir an welcher Stelle noch tun müssen. Das wiederum ist Voraussetzung dfür, dass die Wirtschaft in die Energiewende investiert“, sagte der Bundesumweltminister.

Sein Ziel sei, bis zur Sommerpause eine derartige Bestandsaufnahme vorzunehmen und die noch in dieser Legislaturperiode umzusetzenden 10 Sofort-Maßnahmen bis zum Jahresende zu verabschieden. „Wir wollen einen nationalen Konsens zur Umsetzung der Energiewende. Ich bin davon überzeugt: wenn die Energiewende gelingt, dann wird sie zu einem echten Exportschlager für unsere Wirtschaft werden“, so Altmaier. (Quellen: bdi.eu/bmu.de)

 

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