BIP-Frühjahrsprojektion + 0,7 %

GiNN-BerlinKontor.–-Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahesprojektion einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,7 %  in diesem Jahr und von 1,6 % im Jahr 2013.  Bundeswirtschaftsminister Philipp RÖSLER am 25.04. in Berlin:  ”Die deutsche Wirtschaft kommt wieder in Schwung. Ein Wachstum von 0,7 %, höhere Einkommen und mehr Beschäftigung zeigen: Deutschland geht es gut. Eine weitere erfreuliche Nachricht ist: Die konjunkturelle Dynamik gewinnt im Laufe dieses Jahres an Fahrt. Im nächsten Jahr wird die deutsche Wirtschaft stärker wachsen als 2012. Deutschland ist und bleibt der Wachstumsmotor in Europa.” 

Rösler vor der Presse in Berlin: “Triebfeder des Wachstums bleibt die Binnenkonjunktur. Dabei spielt die ausgesprochen positive Entwicklung am Arbeitsmarkt eine besondere Rolle. Die Wachstumsdelle der letzten Monate hat den Beschäftigungszuwachs nicht gestoppt; die Aufwärtstendenz hält an. Die gemeinsamen Anstrengungen von Bundesregierung, Unternehmen und der Beschäftigten tragen Früchte, ebenso wie das verantwortliche Handeln der Tarifvertragsparteien.”

Einige Eckpunkte der Frühjahrsprojektion:

· Es sind mehr Menschen in Lohn und Brot als je zuvor. Die Erwerbstätigkeit wird weiter deutlich steigen. Gleichzeitig wird die jahresdurchschnittliche Zahl an Arbeitslosen in den kommenden zwei Jahren noch mal um insgesamt fast 200 Tsd. Personen zurückgehen. Damit sinkt die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 6,7 und im nächsten Jahr auf 6,5 Prozent.

· Das Plus bei den verfügbaren Einkommen beträgt in diesem Jahr 3,3 Prozent. Im nächsten Jahr steigen sie um weitere 3,1 Prozent. Damit wachsen die verfügbaren Einkommen in vier aufeinander folgenden Jahren so stark wie seit 10 Jahren nicht mehr.
· Die privaten Konsumausgaben sind und bleiben die Wachstumsstütze, auch wenn in diesem Jahr der höhere Preisniveauanstieg den realen Konsum bremst.
· Die Wachstumsdelle im Winterhalbjahr hat vor allem die Exportdynamik belastet. Insbesondere unsere europäischen Absatzmärkte entwickeln sich derzeit schwächer. Die deutschen Exporte werden in diesem Jahr mit 3,0 Prozent weniger stark zulegen als im vergangenen Jahr. Im nächsten Jahr wird der Zuwachs mit 5,0 Prozent wieder merklich höher ausfallen. Aufgrund der binnenwirtschaftlichen Dynamik steigen die Importe in beiden Jahren stärker als die Exporte. Das stützt auch unsere Handelspartner.
Der Bundeswirtschaftsminister: “Die europäische Staatsschuldenkrise ist noch nicht gelöst. Wir haben mit dem Fiskalpaket erhebliche Fortschritte in Richtung einer europäischen Stabilitätsunion gemacht. Die positiven Entwicklungen in Deutschland zeigen, dass sich Konsolidierung und mutige strukturelle Reformen am Arbeitsmarkt auszahlen. Das ist eine wichtige Botschaft auch an unsere Partner in Europa. Der kräftige Ölpreisanstieg zeigt: Steigende Preise können sich zu einem Risiko für den Aufschwung entwickeln. Hier müssen die Wirtschafts-, Finanz- und Geldpolitik wachsam bleiben. Die EZB hat unsere Unterstützung, damit sie zum geldpolitischen Normalmodus zurückfinden und sich auf ihr klares Mandat konzentrieren kann, Preisniveaustabilität zu sichern.” (Quelle: BMwi)

 

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