BER:Platzeck, übernehmen Sie!

GiNN-BerlinKontor.–Klaus WOWEREIT (SPD), Regierender Bürgermeister in Berlin und Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens in Bau BER, hat am 07.01.2013 vor der Presse erklärt, dass eine Eröffnung des Flughafens “Willy Brandt” am 27. Oktober 2013 “nicht mehr machbar ist.” Am 27.Januar soll auf einer AR-Sitzung die Geschäftsführung des BER ” neu geordnet werden . Der Aufsichtsratsvorsitz soll künftig – so Klaus Wowereit – “von Brandenburger Seite wahrgenommen werden.” 

Weiter heißt es in einer Erklärung des Senats: “Die Gesellschafter erwarten, dass die Geschäftsführung in der Aufsichtsratssitzung detailliert die weiteren Schritte zur Fertigstellung des Flughafens BER und dazu die nötigen Maßnahmen darstellt.”

Der Berliner Airport Berlin Brandenburg International  sollte nach seiner Eröffnung den Beinamen Willy Brandts tragen. Nun wird diskutiert, ob diese Namensnennung nach dem jahrelangen, blamablen Baufusch noch “zumutbar” ist.

Klaus Wowereit SPD) , Regierender Bürgermeister von Berlin, und Matthias Platzeck (SPD) , Ministerpräsident des Landes Brandenburg, hatten bei Baubeginn gemeinsam dazu erklärt: „Der Aufsichtsrat ehrt mit dieser Entscheidung eine herausragende, weltweit geachtete Persönlichkeit. Der Friedensnobelpreisträger Willy Brandt hat sich in besonderer Weise um Deutschland verdient gemacht. Mit seinem politischen Lebenswerk als Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundesaußenminister und Bundeskanzler hat er lange Jahre das Bild der Bundesrepublik in der Welt geprägt. Der Name von Willy Brandt genießt international höchstes Ansehen – er ist ein würdiger Namenspatron für das wichtigste Zukunftsprojekt der deutschen Hauptstadtregion.“ (Quelle: berlin-senat.de)

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peter DANKERT sprach von einer “erbärmlichen Situation” .  Er bezweifele, ob  ”die Nibelungentreue zu Klaus Wowereit für die Berliner SPD so förderlich ist”.  Sie müsse nun  ”entscheiden, wie es mit dem Regierenden Bürgermeister weitergeht”, so Dankert in der RHEINISCHEN POST. Notfalls müsse der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß (40) das Amt übernehmen. Stöß ist Sprecher der Berliner Linken (BL).

DIE GRÜNEN erklärten in Berlin: “Für die erneute Verschiebung trägt der Aufsichtsrat mit seinem mittlerweile ehemaligen Vorsitzenden Klaus Wowereit an der Spitze die volle Verantwortung. Immer noch hält er an Geschäftsführer Rainer Schwarz fest.”

Der BER-Aufsichtsrat müsse zurücktreten – so die Grünen – und “Geschäftsführer Schwarz muss sofort von seinen Aufgaben entbunden werden”. (gruene.de)

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