“Wirtschaftliche Dynamik”

GiNN-BerlinKontor.—Die deutsche Regierung erwartet in ihrer Herbstprojektion einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 0,5 % im Jahr 2013 und von 1,7 % im Jahr 2014.  Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp RÖSLER: “Die Wirtschaft ist wieder auf einem soliden Wachstumskurs. Tragende Säule des Wachstums sind die binnenwirtschaftlichen Kräfte: Die Stimmung in den deutschen Unternehmen ist gut, sie investieren wieder vermehrt in Ausrüstungen und Bauten. Beschäftigung und Einkommen steigen weiter spürbar an und stärken den privaten Konsum. Die wirtschaftliche Dynamik wird sich im nächsten Jahr deutlich beschleunigen.”

Rösler weiter: “Die Basis für diesen Erfolg haben unsere Unternehmen und Beschäftigten gelegt. Aber auch die Bundesregierung hat in der vergangenen Legislaturperiode ihren Beitrag geleistet. Sie hat die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass Unternehmen und Arbeit entlastet wurden, zum Beispiel bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Zudem wurde der Arbeitsmarkt für Zuwanderung weiter geöffnet, auf Schuldenabbau und ausgeglichene Haushalte gesetzt und in der Eurokrise Solidarität mit den notwendigen Reformen verbunden.”

Die jetzige Bundesregierung – noch geschäftsführend im Amt – hinterlasse “ein gut bestelltes Feld”, so Rösler. Es bleibe zu hoffen, dass “die künftige Bundesregierung daran anknüpft, so dass die deutsche Wirtschaft auch in den nächsten Jahren so erfolgreich bleibt.”

Nachstehend einige Eckpunkte der Herbstprojektion- wie vom BMWi übrmittelt:
Das weltwirtschaftliche Umfeld ist nach wie vor fragil. Die Wachstumserwartungen für wichtige deutsche Absatzmärkte, vor allem in Schwellenländern, sind verhalten, hellen sich aber auf. Daher nehmen die deutschen Exporte in diesem Jahr lediglich um 0,3 % zu. Im nächsten Jahr erwartet die Bundesregierung einen Anstieg um 3,8 %. Die Importe nehmen mit 1,1 ” in diesem und 4,5 % im nächsten Jahr deutlich stärker zu als die Exporte. Sowohl 2013 als auch 2014 ist der Wachstumsbeitrag des Außenhandels damit leicht negativ.

Die entscheidenden Wachstumsimpulse kommen aus der Binnen-Dynamik. Die Verunsicherung der Unternehmen aufgrund der EURO-Schuldenkrise klingt ab. Die Investitionen als wichtiger Konjunkturmotor springen an. Schon im zweiten Vierteljahr haben die Unternehmen ihre Investitionen in Ausrüstungen erstmals seit Ende 2011 wieder ausgeweitet. Sie werden zwar im Jahresdurchschnitt 2013 aufgrund der Vorbelastung aus dem Jahr 2012 und dem schwachen ersten Quartal noch um 1,6 % rückläufig sein. Im kommenden Jahr ist aber mit einer kräftigen Zunahme von 4,6 % zu rechnen.

Die gute Verfassung des Arbeitsmarktes lässt Beschäftigung und Einkommen weiter steigen. Die Erwerbstätigkeit erreicht in diesem Jahr mit einem Anstieg um 235.000 Personen und im nächsten Jahr mit einem weiteren Anstieg um 180.000 Personen neue Rekordstände. Die verfügbaren Einkommen legen in diesem Jahr um 2,1 % und im nächsten Jahr um 2,9 % erneut kräftig zu. Die realen Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer steigen 2013 um 0,6 % und 2014 um 0,9 % Die Reallöhne sind seit 2009 Jahr für Jahr angestiegen.

Die weiterhin ruhige Preisniveauentwicklung trägt dazu bei, dass die privaten Konsumausgaben im Jahresdurchschnitt 2013 preisbereinigt um 0,8 %t und im Jahr 2014 um 1,2 % beschleunigt zunehmen. Niedrige Zinsen und eine hohe Anschaffungsneigung lassen die Sparquote der privaten Haushalte leicht sinken.
Infolge der konjunkturellen Schwäche im vergangenen Winter dürfte sich die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2013 auf rund 2,95 Millionen Personen leicht erhöhen, so das BMWi. Im Jahr 2014 werde die Zahl der registrierten Arbeitslosen voraussichtlich um 20 000 Personen auf 2,93 Millionen Personen zurückgehen, was einer Arbeitslosenquote von 6,8 % entspräche. “Eine weitere Reduzierung der Arbeitslosigkeit wird zunehmend durch strukturelle Faktoren, wie Qualifikations- und Mobilitätshemmnisse erschwert.”

Die Herbstprojektion der Bundesregierung wurde am 23. Oktober 2013 im interministeriellen Arbeitskreis “Gesamtwirtschaftliche Vorausschätzungen” unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie abschließend beraten. Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Bundesbank waren  beteiligt.(Quelle:bmwi.de)

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