Berlin zum Katar-Konflikt

GiNN-BerlinKontor.—Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Katar haben Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten die Land-, Luft- und Seegrenzen zu Katar geschlossen. Auch Jordanien, Mauretanien, Jemen und Lybien schlossen sich dem Boykott  an.

Wie die Deutsche Botschaft und das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft in Doha/Katar mitteilten, stehen die vor Ort befindlichen Botschaften der Europäischen Union (EU) “in ständigem Kontakt und stimmen sich eng ab”.

Das Emirat Katar an der Ostküste der arabischen Halbinsel am Persischen Golf.gilt als Land mit dem größten Reichtum pro Einwohner. Die Haupteinnahmequellen Katars sind die reichen Vorkommen an Gas und Öl. Unter der Erde Katars liegt angeblich das größte Gasfeld der Welt.

Deutsche Firmen sind vornehmlich im Anlagenbau, Energie-Erzeugung, Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor sowie im Bereich der Verkehrsinfrastruktur aktiv. Darüber hinaus arbeiten deutsche und katarische Unternehmen im Energiebereich (Flüssiggas) zusammen. Katar engagierte sich mit großen Investitionen in Deutschland. Das Emirat ist Großaktionär bei deutschen Konzernen.

Saudi-Arabien hatte die Einstellung der diplomatischen Beziehungen mit Katars angeblicher Unterstützung für mehrere terroristische und sektiererische Gruppen wie die Muslim-Bruderschaft, al-Kaida und die Terrormilz “Islamischer Staat” begründet.. Auch Bahrain kritiisierte scharf Katars Unterstützung für bewaffnete terroristische Aktivitäten und Finanzierung sowie Medienbeeinflusung.”

Bundesaußenminister Sigmar GABRIEL (SPD) zeigte sich “sehr besorgt über die dramatische Eskalation der Lage und die Folgen für die ganze Region.” Weit über Politik und Diplomatie hinaus solle “Katar offenbar mehr oder weniger vollständig isoliert und existentiell getroffen werden.” Eine solche “Trumpisierung” des Umgangs miteinander sei in der ohnehin krisengeschüttelten Region ganz besonders gefährlich. Gabriel warnte vor einer weiteren Eskalation.

Gabriel kritisierte zudem die “gigantischen Rüstungsdeals des US- Präsidenten Donald J. TRUMP mit den Golf-Monarchien”. Diese verschärften das Risiko einer neuen Aufrüstungsspirale. “Das ist eine völlig falsche Politik, und sicher nicht die Politik Deutschlands.”

Wie CNN berichtete, soll die diplomatische Krise mit Katar durch eine von russischen Hackern gestartete Falsch-Informationskampagne (“Fake News”) ausgelöst worden sein. “US investigators believe Russian hackers breached Qatar’s state news agency and planted a fake news report that contributed to a crisis among the US’ closest Gulf allies – according to US officials briefed on the investigation.”

Katars Außenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman Al Thani sagte CNN, die US-Bundespolizei FBI habe den Hackerangriff und die Fake News-Geschichte “vor Ort untersucht und bestätigt”

Die USA unterhalten  übrigens nahe “Doha einen Luftwaffenstützpunkt. Die Al Udeid Air Base wird vor allem von der United States Air Force,  aber auch von der britischen Royal Air Force genutzt. Auch die Türkei unterhält seit Januar 2016 eine Militärbasis (Marine, Luftwaffe sowie etwa 3.000 Infanteristen) in Katar. Am 07.06. beschloss das Parlament in der Türkei diese Streitkräfte “auf der multifunktionalen Basis in Katar” zu verstärken.  (Quellen: CNN/auswartiges-amt.de)

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