€ 32.5 Mrd deutsche Exportkreditgarantien

GiNN-BerlinKontor.–-Die Bundesregierung hat im Jahr 2010 deutsche Exporte im Wert von € 32,5 Milliarden  mit Export-Kredit-Garantien (“Hermes-Deckungen”) abgesichert.  Wie das Bundeswirtschaftsministerium am 15.02. mitteilt, ist dies das größte Sicherungsvolumen in der sechzigjährigen “Hermes”-Geschichte. Im Vergleich zum Jahr 2009 (€ 22,4 Mrd.) stieg das Volumen der abgesicherten Exporte um 45 %.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer BRÜDERLE (FDP), erklärte dazu in Berlin:  “Die Optimierung der Exportkreditgarantien war ein wesentlicher Baustein der Außenwirtschaftsoffensive, die ich im letzten März angestoßen habe. Die aktuellen Zahlen belegen, wie wichtig die Hermes-Bürgschaften für die deutsche Exportwirtschaft sind. Sie haben wesentlich zur Erholung von der Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen. Insbesondere haben die Garantien vielen mittelständischen Unternehmen dabei geholfen, ihre Ausfuhrgeschäfte zu realisieren.”

Mehr als zwei Drittel aller neuen Deckungen übernahm die Bundesregierung für Exporte in Schwellen- und Entwicklungsländer. Der Anteil der Industrieländer am Deckungsvolumen stieg jedoch ebenfalls an. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem, dass der Bund wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise zusätzliche Deckungsmöglichkeiten für kurzfristige Exportkredite in OECD- und EU-Länder übernommen hatte, die seit Ende 2010 jedoch fast vollständig wieder zurückgenommen worden sind.

Die größten Deckungsvolumina entfielen im Jahr 2010 auf Russland (€ 3,4 Mrd.), China (€ 2,2 Mrd.), die Schweiz (€ 1,9 Mrd), Brasilien (€ 1,8 Mrd.) und die Türkei (€ 1,7 Mrd.).

Das abgesicherte Gesamtvolumen für Großprojekte lag 2010 mit  € 16,5 Milliarden  um 74 %höher als im Vorjahr. Viele Projekte, die aufgrund der Krise von den Investoren zunächst zurückgestellt worden waren, konnten im vergangenen Jahr realisiert werden. Die Absicherungen für Schiffsgeschäfte blieben 2010 mit € 3 Milliarden  um 3 % über dem Vorjahreswert. Damit trugen die Hermesdeckungen in der von der Krise besonders betroffenen Schiffsbaubranche erheblich zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei, so das BMWi.

Die Zahl der Entschädigungszahlungen bewegen sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Ein Teil der überfälligen Forderungen konnte prolongiert oder umstrukturiert werden. Die ausgezahlten Entschädigungen erhöhten sich um 38,6 % auf rund € 282 Millionen.

Auch in diesem Jahr konnte laut BMWi ein Jahresüberschuss in Höhe von € 606 Millionen an den Bundeshaushalt weitergegeben werden. Der 2010 erzielte Überschuss erhöht den positiven kumulierten Gesamtsaldo auf nun € 2,1 Milliarden.
(Quelle: BMWi)

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