Bauhauptgewerbe: Mehr Lohn

GNN-BerlinKontor.—In der vierten Verhandlungsrunde haben die Tarifparteien für das Bauhauptgewerbe ein Ergebnis erzielt. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und die beiden Arbeitgeberverbände Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) einigten sich nach äußerst zähen Verhandlungen am 18.05. auf einen Abschluss. Der Kompromiss sieht für die rund 785 000 Beschäftigten am Bau ein Einkommensplus von im Westen insgesamt 4,6 % und im Osten von 5,3 % vor.

Das Ergebnis ist ein Kompromiss mit dem es sich keine Seite leicht gemacht hat. Die Verhandlungen standen mehrfach vor dem Scheitern. Er geht an die Grenze dessen, was die Kolleginnen und Kollegen gerade noch mittragen können”, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar SCHÄFERS. Uns war insbesondere wichtig, dass wir einen spürbaren realen Nettolohnzuwachs erzielen konnten.”

„Das jetzt erzielte Ergebnis bedeutet eine deutliche Reallohnsteigerung und beteiligt die Arbeitnehmer angemessen an der Branchenentwicklung.“ Dies erklärte Dipl.-oec. Andreas SCHMIEG, Vizepräsident des HDB zum Abschluss der 4. Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe in Wiesbaden. Insbesondere die fast zweijährige Laufzeit erhöhe die Planungssicherheit der Arbeitgeber und trage dazu bei, dass das erzielte Ergebnis einen tragbaren Kompromiss darstelle. „Auch die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen, besonders für das erste Ausbildungsjahr, trägt dazu bei, die Attraktivität der Branche weiter zu verbessern und mehr Nachwuchs zu gewinnen“, betonte Schmieg.
Die Tarifparteien haben sich auf folgenden Tarifvorschlag geeinigt: Die Entgelte für die 760.000 Beschäftigten sollen bei einer Laufzeit von 22 Monaten in zwei Stufen steigen. Für die erste Stufe ist eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,4 % (Tarifgebiet West) bzw. 2,9 % (Tarifgebiet Ost) ab 1. Mai 2016 vereinbart. Für die zweite Stufe ab 1. Mai 2017 ist eine weitere Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,2 % (Tarifgebiet West) bzw. 2,4 % (Tarifgebiet Ost) bei einer Laufdauer bis zum 28. Februar 2018 vorgesehen. Auch die Ausbildungsvergütungen sollen erhöht werden.
Die entsprechenden Gremien der Tarifvertragsparteien, des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt müssen mit einer Frist bis zum 10. Juni dem Ergebnis noch zustimmen.  (Quelle: igbau.de/bauindustrie.de))

 

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