Baubeginn der Nord Stream-Ostsee-Pipeline

GiNN-BerlinKontor.-–Der Bau eines der größten europäischen Energieprojekte – der Nord Stream-Ostsee-Pipeline – hat begonnen. Die Nord Stream soll bereits  Ende 2011 Erdgas aus Russland direkt nach Deutschland und Westeuropa pumpen.  Auf  einem Festakt in der Portovaya Bay sprach Russlands Präsident Dimitri MEDWEDEW von einem ” Zeichen einer neuen Qualität der Beziehungen zwischen Westeuropa und Russland”.  Die Pipeline werde eine  “verlässliche Verbindung”  zwischen Partnern sein.   Der russische Energiekonzern Gazprom  hält 51 % der Anteile, die deutsche E.ON-Tochter Ruhrgas und die BASF-Tochter WINTERSHALL jeweils 20 % sowie der niederländische Versorger Nederlandse Gasunie 9 %.  Auch die französiche GDF Suez  will später mit 9 %  Anteile einsteigen.

Rainer SEELE, Vorstandsvorsitzender  der WINTERSHALL – einer der deutschen Firmen im Betreiberkonsortium – nannte  das Projekt „Europas bestes Frostschutzmittel“, denn bei Transitstreits und  “politischen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt könne diese Pipeline die Lage nachhaltig stabilisieren.” Seele:  “Das gab es noch nie! Zum ersten Mal werden die reichhaltigen sibirischen Erdgasfelder Ende 2011 direkt mit den Märkten und vor allem mit den Menschen in Westeuropa verbunden sein – und nicht wie bisher über Drittländer als Transitstaaten.”  Die Nord-Stream-Pipeline bedeute sichere und klimafreundliche Energie für über 25 Millionen europäische Haushalte.
Nach Fertigstellung der Ostsee-Pipeline sollen jährlich rund 55 Milliarden Kubikmeter Gas transportiert werden. Damit könnten etwa 52 Millionen Haushalte in Europa versorgt werden.

Der Vorsitzende des Aktionärsausschusses von Nord Stream, der deutsche Ex-Bundeskanzler Gerhard SCHRÖDER (SPD) , würdigte die energiepolitische Bedeutung des rund € 7,4 Milliarden teuren Projekts. Die Gaspipeline werde einen zentralen Beitrag dafür leisten, dass Europa einen direkten Zugang zu den russischen Energieressourcen erhalte.  Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) lobte in einer Videobotschaft die “Energiepartnerschaft” zwischen Russland und der EU

Die ersten Rohre wurden bereits nahe der schwedischen Insel Gotland verlegt.  Laut Nord Stream wuchs die Trasse bereits auf drei Kilometer. Vor der Küste  Gotlands hat die Besatzung des Verlegeschiffs “Castoro 6″ schon etwa 250 Rohrsegmente miteinander verschweißt und auf den Meeresgrund abgesenkt. Insgesamt sollen zwei jeweils 1220 Kilometer lange Leitungsstränge von Wyborg durch die Ostsee nach Lubmin bei Greifswald verlegt werden.
Rund 200.000 einzelne Rohre  müssen zusammengefügt werden und – quer durch die Ostsee vom russischen Wyborg bis in die Nähe von Greifswald an der deutschen Ostseeküste unter Wasser verlegt.

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