Banken zahlten € 442 Milliarden an EZB zurück

GiNN-BerlinKontor.—Das Vertrauen der Banken untereinander scheint zu wachsen.  Die Financial Times Deutschland stellte fest: “Die Banken der Euro-Zone fahren ihren Bargeldpuffer auf das Niveau vor Beginn der Griechenland-Krise im Oktober 2009 zurück”.  Zur Überbrückung ihres Finanzbedarfs nach der Rückzahlung von insgesamt  € 442 Milliarden  an die Europäische Zentralbank (EZB) hatten einige Banken im Euroraum sich rund  € 111 Milliarden bei der EZB geliehen.  78 Geldinstitute riefen das Leihgeld zum Zinssatz von 1,0 % und einer Laufzeit von 6 Tagen ab,  teilte die EZB mit.

Am 01. Juli war der sogenannte Jahrestender der EZB ausgelaufen, über den sich im letzten Sommer 1121  Geldinstitute zu Billigzinsen  € 442 Milliarden geliehen hatten. Banken,  die nach Ablauf des Jahres immer noch frisches Geld brauchten, mussten bis zum 01.07.2010  ihre credit line  zwar zunächst begleichen, konnten sich jedoch sofort wieder neues Geld bei der EZB leihen.

“Insgesamt zeigt sich, dass die europäischen Banken nicht mehr mit dem Rücken zur Wand stehen”, wird Karsten JUNIUS von der Deka-Bank zitiert.   Weitaus wenige Banken hatten von dem EZB-Angebot Gebrauch gemacht. Die Banken fassen also wieder mehr Vertrauen zueinander.
Um mögliche Liquiditätsengpässe wegen der Rückzahlung zu vermeiden, hatte die EZB den Banken bereits am 30.06. frisches Geld angeboten.  Nur 171 Banken liehen sich knapp € 132 Milliarden  mit einer Laufzeit von 3 Monaten.

Übrigens: Spanien konnte sich erneut erfolgreich am Kapitalmarkt refinanzieren. Insgesamt nahm das Land  € 3,5 Milliarden mit fünfjährigen Anleihen auf.  Laut Madrider Sparpaket sollen noch im laufenden Jahr € 5 Milliarden, und 2011 weitere € 10 Mrd.  zusätzlich eingespart werden, um das spanische Defizit 2011 auf 6 % vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu drücken.

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