Banken fordern von WestLB Schadenersatz

GiNN-BerlinKontor.—Vier Banken und ein Investmentfonds haben die Westdeutsche Landesbank – Markenkürzel „WestLB“ – auf  ca. € 500 Millionen Schadensersatz verklagt. Irish Anglo, Hapoalim, Mizrahi Tefaot und Arab Banking Corporation sowie der Offshorefonds Justinian werfen der WestLB in einer US-Klage vor, sie habe die von ihr gemanagten Investmentvehikel Harrier und Kestrel durch “Betrug und andere Verbrechen zugrunde gerichtet”,  meldete die Wirtschaftswoche.  Die WestLB wies die Vorwürfe “mit Nachdruck” zurück und reichte eine Antrag auf Abweisung der Klage ein. . “Das waren professionelle Investoren”, so ein Sprecher der Landesbank. “Die waren sich bewusst, dass sie riskante Papiere kaufen.” Die Kläger werfen der WestLB vor, werthaltige Papiere zu spät verkauft und so eine Auszahlung an die Investoren verhindert zu haben. Die WestLB hält die Vorwürfe für unbegründet und ist überzeugt, “recht zu bekommen”.

Die WestLB, die dem Land Nordrhein-Westfalen und zwei regionalen Sparkassenverbänden gehört, war durch die Finanzkrise und und durch krasse Fehlspekulationen in Schieflage geraten und musste von ihren Eigentümern mit milliardenschweren Garantien gestützt werden. Zuletzt gab der Bund eine Kapitalspritze. Für diese Beihilfen verlangen die Brüsseler Wettbewerbshüter strenge Auflagen, darunter Standortschliessungen, den Verkauf von Beteiligungen und einen Eigentümerwechsel bei der WestLB.

Nachdem die WestLB rund € 600 an der Börse verzockt hatte, leitete die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegen 15 aktive und ehemalige Manager der WestLB  Ermittlungsverfahren ein. Das Kontrollgremium der WestLB hatte zuvor fast den gesamten Vorstand ausgetauscht.

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