Aus für NABUCCO Pipeline

GiNN-BerlinKontor.– Das von der Europäischen Union (EU) unterstützte Pipeline-Projekt NABUCCO  ist gescheiter. Das Konsortium teilte mit: “Das Projekt Nabucco ist  beendet”. Das aserbaidschanische Gaskonsortium Shah Deniz II (Aserbaidschan) will nun das Gas über die Trans-Adria-Pipeline (TAP) nach Europa transportieren.

Die 800 Kilometer lange TAP-Leitung verläuft vom Kaspischen Meer über Griechenland, Albanien durch die Adria bis zum Süden Italiens und dann von dort weiter nach Westeuropa. An TAP sind die Energiekonzerne Axpo (Schweiz) und Statoil (Norwegen) mit je 42,5 % sowie mit 15 % der deutsche Konzern E.ON Ruhrgas beteiligt.

Die NABUCCO Gas Pipeline International GmbH erklärte dazu, sie bedauere, dass der neue Gas-Highway, auf denen die 10 Milliarden Kubikmeter Gas aus den Shah Deniz-Gasfeldern nach Europa gepumpt werden sollten, nicht wie geplant realisiert werde. NABUCCO akzeptiere jedoch die Entscheidung der Mitglieder des Shah Deniz II-Konsortiums für die Trans Adriatic Pipeline als Zubringer für zunächst 10 Milliarden Kubikmeter Gas zum italienischen Markt.

NABUCCO GAS weiter: “Der Diversifizierungsbedarf bleibt nach wie vor eine Herausforderung für den europäischen Markt, vor allem aber für die Länder Zentral- und Südosteuropas. Unserer Überzeugung nach bietet die NABUCCO-Route die einzige Möglichkeit, diesen Bedarf zu decken. NABUCCO ist zuversichtlich, anhand alternativer Gasquellen neue Marktchancen entwickeln zu können.NABUCCO dankt allen Beteiligten für ihre loyale während des letzten Jahrzehnts. Die NABUCCO-Aktionäre werden nun die nächsten Schritte für NABUCCO erörtern”

Der deutsche Ex-Außenminister Joschka FISCHER (Bündnis 90/Die Grünen) sollte als Lobbyist und “politischer Berater” den Bau der geplanten Nabucco-Gaspipeline vorantreiben. Der Grünen-Politiker schloss im Juli 2009 mit den Energieversorgern RWE=Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerkund  AGRWE und der Österreichischen Mineralölverwaltung (OMV)  einen Vertrag ab. “Fischer wird seine langjährige außen- und energiepolitische Erfahrung dafür einsetzen, die politische Unterstützung für das Projekt zu vertiefen und entsprechende Initiativen zu koordinieren”, hieß es in einer Erklärung vom 6.7.2009. (Quelle nabucco-pipeline.com/RWE/OMV)

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