Aufmarsch Nähe Baltikum

GiNN-BerlinKontor.—Die Russische Föderation und Weißrussland (Belarus) veranstalten seit dem 14. September Großmanöver an der Grenze zu Osteuropa. An dem Manöver Sapad 2017 (Westen 2017) sollen rund 13.000 Mann teilnehmen, so das russischen Verteidigungsministerium. Die NATO spricht von einem Aufmarsch von 60- bis 100 000 Mann an den Grenzen des Baltikums.

Die gemeinsame Militärübung russischer und weißrussischer Soldaten an den Grenzen Polens und Litauens soll am 20.09 enden. Die NATO-Staaten Polen, Litauen, Lettland und Estland fürchten, dass Russland nach dem Manöver dauerhaft Soldaten an den Grenzen stationieren wird.

Russland und Weißrussland wollen – so Moskau – bei der siebentägigen Übung “moderne Konflikte trainieren und die Streitkräfte beider Länder schulen”. Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexander FOMIN erklärte, die Übungen würden “absolut friedlich verlaufen, sie hätten eine rein defensive Natur”, sagte er der Deutschen Welle (DW).

Die Bezeichnung “Westen‘” der Operationen sollte nicht als ein geographischer Begriff verstanden werden, der die Länder des Westens, der Europäischen Union oder NATO-Mitglieder einschließt, so Moskau. “Westen‘ bedeute “Russland und Weißrussland, das noch westlicher liegt.” Die Übung richte sich “nicht gegen einen Staat oder eine Gruppe von Ländern”, sagte Fomin der DW.

Moskau habe “4000 atomwaffenfähige Trägersysteme sowie wenigstens 30.000 Soldaten nach Weißrussland und an die Grenzen des Baltikums verlegt”, sagte der litauische Außenminister Linas LINKVICIUS. dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die deutsche Verteilgungsministerin Ursula VON DER LEYEN erklärte  in BILD (15.09.), die  NATO reagiere auf  diesen “militärischen Großaufmarsch besonnen, mit kühlem Kopf – aber auch wachsam.”  Den baltischen Verbündeten sei es wichtig, die Solidarität des Bündnisses zu spüren.”

Das Verteidigungsministerium in Berlin verwies auf das von Deutschland initiierte RahmenNationenKonzept (Framework Nations Concept – FNC). Darin verständigen sich europäische Staaten darauf, ausgewählte militärische Fähigkeiten “zielorientiert weiterzuentwickeln”. Das  FNC  ziele darauf ab, “effiziente Strukturen, stabile Kooperationsbeziehungen zwischen den Partnernationen und eine daran gekoppelte multinationale Fähigkeitsentwicklung zu schaffen”, heißt es im  BMVg.)

Kern des NATO-Konzeptes sei  eine “gemeinsam abgestimmte, strukturierte Entwicklung militärischer Fähigkeiten in europäischen Staaten, die zwar langfristige Zielsetzungen verfolgt, aber bereits jetzt die Interoperabilität zwischen den beteiligten Streitkräften sichtbar und zügig vorantreibt”.

Unter dem Dach des Framework Nations Concept haben sich 16 Mitgliedstaaten der NATO und  4 EU-Partnerländer, die nicht Mitglied der NATO sind, darauf verständigt, in unterschiedlichen Beteiligungskonstellationen größere multinationale Truppenkörper in allen Teilstreitkräften aufzubauen. (Quellen: dw/sputniknews/bmvg.de/BILD)

 

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