Ginn-BerlinKontor.—Die Commerzbank wird das von der Deutschen Bundesregierung zur Stabilisierung des Finanzmarktes eingeführte Programm zur Stärkung ihrer Kapitalbasis nutzen. Darauf verständigte sich die Bank bereits mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Der Fonds wird der Commerzbank eine stille Einlage in Höhe von € 8,2 Milliarden zur Verfügung stellen. Sie wird zu 100% auf das Kernkapital angerechnet. Darüber hinaus räumt der SoFFin der Commerzbank-Gruppe als Option eine Garantie für Schuldverschreibungen über € 15 Milliarden ein. Auch die WestLB will “die planmäßigen Fremdmittelaufnahmen der Bank über die Inanspruchnahme von Garantien des SoFFin abzusichern und einen Antrag nach § 6 FMStG stellen.”
Dazu teilt die Commerzbank mit, durch die stille Einlage des SoFFin steige die Kernkapitalquote der Commerzbank auf 11,2%. “Damit erfüllt die Commerzbank die im Zuge der Finanzkrise seitens der Aufsicht, der Ratingagenturen und des Kapitalmarkts erheblich gestiegenen Anforderungen an die Kapitalausstattung von Banken und liegt auf dem Niveau internationaler Wettbewerber. Ihren mittelfristigen Zielkorridor für die Kernkapitalquote von 7 bis 8% hat die Commerzbank angesichts des veränderten Marktumfeldes auf 7 bis 9% heraufgesetzt.”
Weiter heißt es, die Commerzbank habe das Maßnahmenpaket der Bundesregierung von Anfang an begrüßt. Es sei ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung des Finanzmarktes. Wir machen von den Instrumenten des Pakets Gebrauch, weil dies gut für die Bank, ihre Mitarbeiter und Kunden ist. Die Commerzbank sichert damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich ab“, sagte Martin BLESSING, Vorstandssprecher der Commerzbank. „Wir werden unser bewährtes Geschäftsmodell, das sich auf ein starkes Kerngeschäft mit Privatkunden und dem Mittelstand stützt, auch nach der Übernahme der Dresdner Bank konsequent fortführen.”
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael GLOS (CSU), begrüßte die Entscheidung der Commerzbank. Hilfen. Die Erhöhung des Kernkapitals um € 8,2 Mrd. und die Nutzung einer Garantie in Höhe von € 15 Mrd. aus Mitteln des SoFFin seien “richtige und wichtige Schritte zur Schaffung von Vertrauen an den Finanzmärkten”. so Glos. Der Antrag der Commerzbank zeige, dass “das Finanzmarktstabilisierungsgesetz notwendig und richtig ist” . Es gehe darum, das Vertrauen wiederherzustellen, das für die Marktprozesse nötig ist. “Ich kann nur an alle Banken appellieren, die finanzielle Hilfe benötigen, diese staatliche Hilfe auch in Anspruch zu nehmen.”
Commerzbank informiert über Details
Unterdessen informierte die Commerzbank über Details ihrer Inanspruchnahmen aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Danach beantragt sie eine stille Einlage über 8,2 Milliarden Euro aus dem Sonderfonds und daneben Garantien für Schuldverschreibungen in Höhe von 15 Mrd. €.
Die Vereinbarung mit dem SoFFin sieht außerdem vor, dass die Commerzbank in den Jahren 2009 und 2010 keine Dividende ausschüttet. Vorgesehen ist, die Gesamtbezüge des Vorstandssprechers auf 500 000 Euro zu begrenzen. Die jährlichen Festbezüge der anderen Vorstandsmitglieder lägen derzeit bei 480 000 Euro und damit unter der von der Regierung gesetzten Obergrenze in Höhe von 500 000 Euro. Für 2008 und 2009 soll es außerdem keine Bonifikationen geben.
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Schöne Grüße
Daniel Schneider
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