Athen will Internationalen Währungsfonds anrufen

GiNN-Berlin Kontor.—–Die sozialistische Regierung in Athen will/kann nicht länger warten und erwägt nun doch,  den Internationalen Währungsfonds (IWF) um finanzielle Hilfe zu bitten.  Den Griechen ist die Zerstrittenheit innerhalb der EU – auch in der Berliner Koalition  – nicht verborgen geblieben. Wie es heißt, erwägt Athen sogar die Rückkehr zur alten  Drachme-Währung.  Schaltet Griechenland tatsächlich den IWF ein, verlässt das Land die gemeinsame Gesetzesgrundlage , wie sie im Maastricht-Vertrag festgeschrieben wurde. Die Zugehörigkeit eines der Währungsunion angehörenden EU-Mitglieds, schließt Währungsbeistände nicht nur der EU-Staaten aus, sondern auch den finanziellen Beistand des IWF. Alle diese Beistände setzen eine eigene Währung voraus.

Griechenland  trat 2001 der Europäischen Währungsunion , 2002  auch der Europäischen Währungsunion bei,  Der EURO wurde auch in Griechenland eingeführt,  die Drachme verschwand.

Das hoch verschuldete Griechenland  rechnet laut Dow Jones Newswires nicht mehr mit EU-Hilfen.  Am 25. März  findet ein EU-Gipfel statt,. Wenn dort keine Einigung für eine  “solidarische Rettung Griechenlands” erzielt wird, ruft Athen als  “ultima ration” den IWF an, heißt es in Athen. Der griechische Ministerpräsident George PAPANDREOU stehe bereits  mit IWF-Chef  Dominique STRAUSS-KAHN  in Kontakt.

Im Gegensatz zum Bundesfinanzministerium favorisiert die Bundeskanzlerin Angela MERKLEL angeblich auch eine IWF-Lösung.  Sie riskiert somit den Austritt Griechenlands aus der EURO-Zone.

Die Regierungen in Rom, Den Haag und Helsinki lehnen nach Pressemeldungen einen kostspieligen und riskoreichen  “Bailout”-Plan strikt  ab.   Auch sie halten den IWF für “zuständig”.  Die deutsche Regierungschefin Merkel  weiß,  dass Hilfen der Euro-Gruppe für Griechenland gegen Artikel 125, („No-Bailout“-Klausel) im Maastricher Vertrag verstossen würden.  Deutschland wäre überdies Hauptgeldgeber, was der deutschen Bevölkerung schwer zu vermitteln sein düßrfte – angesichts der hohen Verschuldung der Bundesrepublik.

Hans-Werner SINN (Ifo-Institut) sagte dazu im FOCUS-Interview: :”Der Fall Griechenland zeigt, dass die EU selbst leider keine Handhabe besitzt, Schuldensünder zu bestrafen. Die Lage ist dramatisch.”


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