Athen will in EURO-Zone bleiben

GiNN-BerlinKontor.—Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  hat während ihres Besuchs in Athen am 09.10. die Fortschritte Griechenlands bei der Bewältigung der Schuldenkrise gelobt. Das Reformtempo sei schneller geworden. Die Kanzlerin bekräftigte, dass sie Griechenlands Verbleib in der EURO-Zone wünsche.

Nun müsse der “Troika”-Bericht von EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank abgewartet werden, sagte Merkel.. Den Menschen in Griechenland werde sehr viel abverlangt. Inzwischen sei jedoch ein großes Stück des Weges zurückgelegt, so die Kanzlerin. Gemeinsam habe man das Interesse, Glaubwürdigkeit in der Welt zurückzugewinnen.

Es gehe darum, dass Europa auch in Zukunft auf den Weltmärkten wettbewerbsfähig ist. “Nur daraus entstehen Arbeitsplätze.”. Der eingeschlagene Weg werde zum Erfolg führen. Es werde allerdings nicht über Nacht gelingen und auch nicht mit der Auszahlung einer Hilfstranche getan sein, so Merkel. “Es ist vieles geschafft, es ist noch etliches zu tun.”

Sie sei zutiefst davon überzeugt, dass sich der schwere Weg lohne, sagte die Kanzlerin. “Deutschland möchte dabei ein guter Partner und Freund sein.” Die Kanzlerin sagte finanzielle Hilfe für Reformen in Verwaltung und Gesundheitswesen zu. Es ginge um den Aufbau der regionalen Verwaltung und um Organisationsmanagement im Gesundheitswesen.

Merkel betonte, dass es auch in Deutschland Zeit brauche, Reformen umzusetzen. Da sie aus den neuen Bundesländern komme, wisse sie, wie lange der Aufbau neuer Verwaltungen dauere.

Der griechische Ministerpräsident Antonis SAMARAS sagte, die Welt verstehe, welchen Kampf sein Land führe. Man erkenne an, was die Regierung zur Bekämpfung der Krise tue. Griechenland werde alle Zusagen an die internationalen Gläubiger einhalten. Er bezeichnete die deutsche Kanzlerin als “Freundin Griechenlands”.. Sie habe ihren Respekt für die Opfer des griechischen Volkes ausgedrückt. Samaras unterstrich, “das griechische Volkhabe für diese Reformen geblutet” und wolle in der Eurozone bleiben..

Merkel traf neben Ministerpräsident Samaras auch Staatspräsident Papoulias. Ebenfalls auf dem Programm stand ein Treffen mit griechischen und deutschen Wirtschaftsvertretern. (Quelle: bundesregierung.de)

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