Armenien-Resolution

GiNN-BerlinKontor.—Der Deutsche Bundestag hat am 02.06. die  “Armenien-Resolution zur Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916″ mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung verabschiedet.

Bundestagspräsident Norbert LAMMERT rief die türkische Republik dazu auf, sich “mit dem Massenmord an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges auseinanderzusetzen”. Er  appellierte an die Türkei, zur Aufarbeitung der Vergangenheit und Versöhnung mit Armenien beizutragen. Die deutsche Geschichte lehre, dass ehrliche und selbstkritische Auseinandersetzung Voraussetzung für Verständigung sei.

In der Bundestagsdebatte  sagte Lammert, die heutige Regierung in Ankara sei zwar nicht verantwortlich für diese Ereignisse vor 100 Jahren, sie sei jedoch “mitverantwortlich dafür, was in Zukunft daraus werde.”

Der Parteivorsitzende der GRÜNEN, Cem ÖZDEMIR,  verwies auf die Mitschuld des Deutschen Kaiserreichs an den Verbrechen, das im Ersten Weltkrieg mit dem Osmanischen Reich verbündet war. Deshalb dürfe “Deutschland  nicht zu “Komplizen der Leugner” werden. Der 24. April 1915 war der Auftakt der systematischen Vertreibung und Vernichtung der armenischen Christen.

Der neue türkische Ministerpräsident Binali YILDIRIM soll die Armenien-Resolution als “absurd und null und nichtig” bezeichnet haben. Die Behauptungen zum Völkermord seien “aus der Luft gegriffen”.

Der türkische Außenminister Mevlüt CAVUSSOGLU nannte die Bundestagsentscheidung  “unverantwortlich und haltlos”. Er warf Deutschland vor, “die dunklen Kapitel der eigenen Geschichte überdecken zu wollen, indem es die  Geschichte anderer Länder anschwärzt.”

The New York Times (02.06.) zitierte den Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, der Deutschland gewarnt habe, die politischen,  diplomatischen, Wirtschafts- und Handelsbeziehungen sowie die militärische Zusammenarbeit  “dieser beiden NATO-Staaten”, würde schweren Schaden nehmen, wenn Berlin die Resolution verabschiedet. “If Germany is to be deceived by this, then bilateral, diplomatic, economic, trade, political and military ties — we are both NATO countries — will be damaged.”..

Aus Ankara wurde zudem gemeldet, der türkische Botschafter in Berlin,Hüseyin Avni Karslioglu, werde zurückgerufen. (Quellen:Bt.de/ DW/Yeni Safak/Sabah)

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