Arbeitslosigkeit auf 7 % zurückgegangen

GiNN-BerlinKontor.–-”Auf dem Arbeitsmarkt hält die positive Grundtendenz an, obwohl die Konjunktur zuletzt an Schwung verloren hat. Insbesondere die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen weiter deutlich im Plus.“, so der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE, am 02.05. 2012 in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.Hier die aktuellen Zahlen:

Arbeitslosenzahl im April: -65.000 auf 2.963.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -115.000

Arbeitslosenquote im April: -0,2 Prozentpunkte auf 7,0 %

Von März auf April ist die Arbeitslosigkeit – so die Bundesagentur für Arbeit – um 65.000 auf 2.963.000 zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 115.000 ab. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit um 19.000 gestiegen. Dieser Anstieg hängt zum einen mit einem geringeren Einsatz von Arbeitsmarktpolitik zusammen. Zum anderen lag der Zähltag innerhalb der Osterferien, so dass Einstellungen nach den Ferien nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Die konjunkturellen Kräfte haben diese beiden Einflüsse auf die Arbeitslosigkeit nicht kompensieren können. Insgesamt bleibt die positive Grundtendenz aber bestehen.

Dies zeigt sich auch an der Entwicklung der Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zählen auch Personen, die z. B. an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt somit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung als die Arbeitslosigkeit. Im April belief sich die Unterbeschäftigung auf 3.954.000, 347.000 weniger als vor einem Jahr.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den März auf 2,31 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 5,5 %.

Bundesarbeitsministerin Ursula VON DER LEYEN (CDU) kommentierte die Arbeitsmarktzahlen für April 2012 wie folgt: ”Trotz eines saisonbereinigt geringfügigen Anstiegs der Arbeitslosenzahl zeigt sich der Markt weiter robust und aufnahmefähig. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Hauptgrund ist, dass noch vor einem Jahr die aktive Arbeitsmarktpolitik die Statistik um rund 350.000 Menschen mehr entlastet hatte. Im April bestand auch ohne Subventionen ein großer Bedarf an Arbeitskräften. Das zeigt auch das stetige Wachstum der Zahl der Erwerbstätigen und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, das sich quer durch alle Branchen zieht. Allein in der öffentlichen Verwaltung gab es im Jahresvergleich zum Februar 2011 weniger Stellen. Eine weitere positive Entwicklung lässt sich bei der Zeitarbeit beobachten. Obwohl seit geraumer Zeit rund jedes dritte neue Stellenangebot auf die Zeitarbeit entfällt, liegt die absolute Zahl der Zeitarbeiter bei der jüngsten Messung im Februar 2012 mit rund 750 000 deutlich niedriger als von Experten erwartet und damit in etwa auf dem gleichen Niveau wie im Frühjahr 2011. Die Zeitarbeitsbranche stellt ein, es werden aber auch ständig gute Leute von den entleihenden Unternehmen übernommen. Insgesamt beträgt der Anteil der Zeitarbeit an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung 2,6 Prozent.”  (Quellen: destatis/arbeitsagentur.de/BMAS)).

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