Arbeitslosenquote sinkt auf 6,9 %

GiNN-BerlinKontor.–-Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Juni 2011 um 67.000 auf 2.893.000 gesunken. Arbeitslosenquote sank im Juni auf 6.9 %. „Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Juni fortgesetzt. Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist zurückgegangen. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigen weiter. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist nach wie vor hoch.”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. WEISE in Nürnberg.

BA: Im Vergleich zum Vorjahr waren im Juni 255.000 weniger Arbeitslose registriert. Maßgeblich hierfür ist der Konjunkturaufschwung, der zu einem deutlichen Zuwachs der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geführt und damit die Chancen erhöht hat, die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung zu beenden. Entlastend wirkt außerdem ein seit mehreren Jahren rückläufiges Arbeitskräfteangebot.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben in saisonbereinigter Rechnung weiter deutlich zugenommen und liegen über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Mai saisonbereinigt um 34.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im April saisonbereinigt um 47.000 zugenommen (vorläufige Daten).

Nicht saisonbereinigt hat sich die Erwerbstätigkeit von April auf Mai im Zuge der anhaltenden Frühjahrsbelebung um 163.000 auf 40,88 Millionen erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Erwerbstätigkeit um 488.000 gestiegen (Quelle: Destatis)

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im April nach der Hochrechnung der BA bei 28,23 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 680.000. Dabei hat die sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung im Vorjahresvergleich um 414.000 und die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung um 264.000 zugenommen.

Die anderen Konten der Erwerbstätigkeit haben sich gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Die Zahl der Selbständigen hat sich leicht erhöht. In Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung waren ein Drittel weniger Arbeitslosengeld II-Bezieher beschäftigt und die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat leicht abgenommen.

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Mai auf 2,48 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 5,9 %.

Nach den aktuellen vorläufigen Daten der BA haben im April 115.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Das waren 23.000 weniger als im März und 483.000 weniger als im April 2010.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften nimmt weiter zu, hat aber etwas an Dynamik verloren. Die gemeldeten Arbeitsstellen haben sich im Juni saisonbereinigt leicht um 2.000 erhöht. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Juni auf 480.000 Arbeitsstellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 109.000.

Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag im Juni mit 168.500 um 24.000 über dem Vorjahreswert. Als noch unversorgt zählten im Juni 183.200 Bewerber, 12.300 weniger als im Vorjahr. (Quelle: BA)

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp RÖSLER (FDP) erklärte zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen:  “Die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt setzen sich auch im Frühsommer fort. Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter. Nach dem Zwischenspurt zu Jahresbeginn hat sich das Expansionstempo der deutschen Volkswirtschaft allerdings wieder normalisiert. Der Aufschwung besitzt aber weiterhin Nachhaltigkeit und Substanz.

In vielen Regionen haben wir einen hohen Beschäftigungsstand. Zahlreiche Unternehmen wollen zusätzliche Stellen schaffen, suchen aber verzweifelt nach Arbeitskräften. Das unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit, mit politischen Maßnahmen den Fachkräftemangel einzudämmen. Es ist richtig und wichtig, etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern sowie die Beschäftigung von über 55-jährigen zu erhöhen. Es reicht aber nicht aus, nur auf das Inland zu schauen. Deutschland braucht auch hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Eine wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel ist deshalb die Absenkung der bisherigen Gehaltsschwelle.” (BMWi)

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