Arbeitslosenquote sank auf 6,7 %

GiNN-BerlinKontor.—Laut Bundesagentur für Arbeiot (BA) hat sich der deutsche Arbeitsmarkt auch im Mai 2012 weiter positiv entwickelt. Insbesondere die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen  weiter deutlich im Plus. Frank J. WEISE, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), gab in Nürnberg am 31.05. die aktuellen Zahlen bekannt. Danach ging die Arbeitslosenzahl im Mai: um 108.000 zurück auf jetzt  2.855.000. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,7 %.:

Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 105.000 ab. Saisonbereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit – so die BA – nicht verändert. Dass sich die Entwicklung in den letzten Monaten abgeschwächt hat, hänge auch mit dem geringeren Einsatz von Arbeitsmarktpolitik zusammen. Die konjunkturellen Kräfte hätten den Einfluss dieses Rückgangs auf die Arbeitslosigkeit nicht mehr kompensieren können. Insgesamt bleibe die positive Grundtendenz jedoch bestehen.

BA: “Dies zeigt sich auch an der Entwicklung der Unterbeschäftigung. Zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zählen auch Personen, die z. B. an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt somit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung als die Arbeitslosigkeit. Im Mai belief sich die Unterbeschäftigung auf 3.863.000, 303.000 weniger als vor einem Jahr.”

Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den April auf 2,19 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 5,2 %.

Zur Arbeitskräfte-Nachfrage heißt es, sie bewege sich “auf hohem Niveau”. Im Mai belief sich laut BA der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auf 499.000, 29.000 mehr als im Vorjahr. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen-/Fahrzeugbau, Logistik, Gesundheit und Handel. Der Stellenindex der BA, der BA-X, ist von April auf Mai um zwei auf 173 Punkte gestiegen, gegenüber dem Vorjahr liegt er mit acht Punkten im Plus.

Zum Ausbildungsmarkt: Von Oktober 2011 bis Mai 2012 wurden der Ausbildungsvermittlung insgesamt 447.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 23.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang insgesamt 466.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 18.000 mehr als vor einem Jahr. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es zu früh, um eine differenzierte Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zu geben. (Quellen: BA/ destatis).

Philipp RÖSLER (FDP), Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, erklärte dazu: “Die Konjunktur hat in Deutschland im ersten Quartal nach einer kurzen Schwächephase überraschend deutlich wieder Tritt gefasst. Die bereits überwundene Wachstumsdelle wirkt sich etwas verzögert aber noch auf den Arbeitsmarkt aus. Die positiven Grundtendenzen insbesondere bei der Beschäftigung setzen sich gleichwohl fort. Dies bestätigt auch die jüngste Umfrage des DIHK. Die Unternehmen wollen ihr Personal weiter aufstocken.”  (Quelle: bmwi.de)

Bundesarbeitsministerin Ursula VON DER LEYEN (CDU): “Der Arbeitsmarkt bleibt in Fahrt, aber er beschleunigt nicht mehr wie zuvor. Mit anderen Worten: weniger dynamisch, aber stabil. Grund sind die konjunkturellen Risiken im Euro-Raum und die abwartende Haltung vieler Unternehmen. Dennoch zeigt die Gesamtschau, dass die Nachfrage nach Arbeitskraft ungebrochen ist. Nur nicht mehr mit so direkter und starker Wirkung auf die Arbeitslosenstatistik. So sind verglichen mit dem Vorjahreszeitraum 570.000 Menschen mehr erwerbstätig, zeitgleich ist die statistisch gemessene Arbeitslosigkeit nur um rund 100.000 zurückgegangen. Das heißt, Menschen kommen zunehmend auch aus anderen Bereichen neu in Arbeit. Zum einen aus Programmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die von den Arbeitsvermittlern vor Ort deutlich weniger in Anspruch genommen werden. Aber auch aus der „Stillen Reserve“, darunter viele Frauen, die nicht arbeitslos gemeldet waren, sich aber angesichts guter Angebote entschließen, wieder eine Arbeit aufzunehmen. Eine weitere Gruppe ist die der Zuwanderer, die vornehmlich aus der Europäischen Union kommen. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter insgesamt positiv, aber die gute Tendenz schwächt sich ab”.” (Quelle: BMAS)

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